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Rausgeschmissen

Man stelle sich vor, man spielt schon länger ein bekanntes Onlinespiel, steckt, man möge es dem User verzeihen, recht viel Geld in dasselbige. Man spielt und spielt, leider haben solche Spiele Mann gegen Mann auch viele Frustmomente, deren Ausdruck eine immer toxischer werdende Spielerschaft ist, und nach ein paar Games kommt die Meldung, man sei aus den und den Gründen bis zum …. gesperrt.

Ok, nun kann man die Zeit auch besser nutzen, als sich vor dem Monitor über andere zu ärgern, insbesondere den Spielehersteller. Dennoch war da etwas Aufmüpfigkeit vorhanden, die dafür sorgte, dass man Widerspruch einlegt. Denn das Reportsystem, mit dem man andere Spieler melden kann, ist instransparent, man bekommt darüber keine Mitteilung, weiß nicht wann und von wem, warum und wieso man gemeldet wurde und was das jetzt genau für Auswirkungen hat. Plötzlich ist die Tür einfach zu.

Nun wurde seitens des Supports eher lapidar geantwortet. Erst mal Verständnis wecken, man sei ja auch selbst Spieler. Und man sei wegen „unsportlichen Verhaltens“ gesperrt worden. What? Das gibt es gar nicht im Reportsystem.

„Spielt schlecht“, „AfK“, „stört mein Spiel“ und „Fehlverhalten im Chat“ sind die Punkte, die der vermeintlich Verärgerte melden kann. Und das geht schnell, Spieler anklicken, auswählen, absenden. Man muss nichts weiter erklären. Und das kann man einfach so, es muss nicht mal etwas vorliegen. Spieler hat einem den Kill abgestaubt – reporten. Spieler hat das geile, neue Schiffchen – reporten. Spieler ist einfach besser, als man selbst – reporten. Und anstatt etwas gegen diese Art des Meldesystems zu unternehmen, die toxische Spielerschaft zu besänftigen, sperrt man lieber User aus, die gar nicht wissen, wann sie was gemacht haben. Fehler machen wir alle. Und sauer reagieren tun wir auch. Das darf aber nicht dazu führen, dass man das als Grundlage für Sperren heranzieht. Und wenn da ein automatisches System, eventuell sogar mit KI dahinter steht, so ist das nie fehlerfrei. Und der Betroffene ahnt nicht, ab wann die Ampel rot wird, keine Warnung vorher, außer solche interne Dinge wie z.B. eine Chatsperre oder dass man ein paar Spiele in einem Coop bewältigen muss, wo es gegen Bots geht, bevor man wieder zu den menschlichen Gegenspielern gelassen wird. Das scheint getrennt zu sein, denn diese Einschränkungen sperren einen nicht vom Spiel aus, man verliert keine Premiumtage, also quasi Echtgeld.

Bitte nicht falsch verstehen, natürlich gehen Dinge wie einem Spieler Krankheiten oder den Tod zu wünschen, seiner Familie mittels Gewalt oder körperliche Einschränkungen zu drohen ganz und gar nicht. Darum dreht sich jedoch nicht dieser Beitrag.

Nun hat der Betroffene, denn auf eine schriftliche Einwendung gegen die Antwort des Supports gab es nur Leere im Raum, als Konsequenz daraus einfach eine monetäre Sperre seines Geldbeutels gegenüber dem Spielehersteller entschieden. Mag diesen erstmal wenig stören, sollte das jedoch die Runde machen, könnten das schon Sümmchen werden, auf die man am Bilanzende aufmerksam wird. Besonders, wenn man diese Entscheidung dem Hersteller auch zukommen lässt. So spart man Geld, denn wer nicht spielen darf, wird auch in deren Shops keine Dublonen, Premium, Premiumschiffe, Container, Flaggen erwerben oder freie Erfahrung umwandeln. Punkt.

Manchmal hilft so etwas, sich aus einer gewissen Sucht zu befreien, weil man plötzlich etwas anderes machen muss. Konstruktives. Oder man wendet sich einer anderen schönen „Tochter“ zu, denn Auswahl gibt es genug. Und vielleicht mag man dort das Geld auch gerne haben und geht wohlwollender mit dem Spieler um, gibt ihm schöne Momente, anstatt ihn zu bevormunden oder instransparent abzustrafen.

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