Beiträge von Melli

    ... Und trotzdem: Ein Leben ohne Musik ist vielleicht möglich, aber mit Musik auf jeden Fall interessanter und für mich befriedigender. Also bleibt es bei den Zielen und der Freude daran, wenn man sie erreicht hat :wink_1:


    Melli, ist das das erste Mal, dass Du Gesangsunterricht nimmst? Hast Du vorher schon viel gesungen oder nur so für Dich? Und in welche Richtung gehst Du jetzt? Na ja, wahrscheinlich Blues, wa? Dem Namen nach... Und nach welchen Kriterien hast Du Deine Gesangslehrerin ausgewählt? Fragen über Fragen ;)



    Wiebke, da stimme ich mit Dir völlig überein. Natürlich ist es prinzipiell möglich ohne Musik zu existieren... aber was wäre das für ein Leben? Es würde verdammt viel fehlen... wenn man nur mal alleine an die Emotionen denkt, die mittels Musik ausgelöst werden.


    Ich kann Dich gut verstehen, warum Du der Oper den Rücken gekehrt hast... Jeder Job in dem Kreativität eine bedeutende Rolle spielt, birgt so seine Risiken in sich. Wenn man mal wieder - warum auch immer - blockiert ist und nicht vorwärts kommt. Und erst recht wenn das durch äußere Einflüsse (wie zB die Erkältung) passiert und man einfacht nicht das abliefern kann, was eigentlich möglich wäre...


    Ja, es ist das erste Mal das ich so richtig versuche mittels professioneller Hilfe an meiner Stimme zu arbeiten. Ich habe vor langer Zeit mal in einem Chor gesungen und auch bei einem einjährigen Projekt eines Tonstudios für ein Galakonzert mitgewirkt. Doch sehr lange war Pause und erst seit ich in Bremen bin (bin im August letzten Jahres quasi frisch hergezogen) lasse ich die Musik den Stellenwert in meinem Leben einnehmen, den sie schon immer besetzen wollte.
    An die Gesangslehrerin kam ich durch die Empfehlung einer Freundin. Mir ist es sehr wichtig, dass ich mit jemandem gut verstehe gerade wenn es um so etwas "intimes" wie die eigene Stimme und die damit verbundene Leistung geht. Und bisher verstehen wir uns gut und ich sehe auch schon (trotz der kurzen Zeit) eine Entwicklung bei mir.


    Mein großes Problem ist allerdings immer noch meine musikalische Heimat zu finden. Ich bin einfach sehr vielschichtig interessiert (Jazz, Soul, Blues, Swing, Klassik, Punk, Rock, Pop, Metal...) das ich einfach noch nicht weiß, wo ich mit meiner Stimme am Besten hinpasse... Ich will endlich mal das Gefühl bekommen: Hier bist Du richtig... Komm durch die Tür, häng deinen Mantel auf und mach es Dir gemütlich... Du musst so schnell nicht wieder ausziehen...


    Ich verbeite immer das es die taegliche Uebung ausmacht, ob es 5 Minuten sind oder Stunden ist egal, hauptsache jeden Tag und jeden Tag.


    Meiner Meinung nach tut jedem "popular" Musiker eine ordentliche Ladung klassiche Ausbildung gut, egal auf welchem Instrument. Man lernt Techniken und Kniffe die man im Alleingang nur selten zustande bekommt.



    Ohne Kontinuität kommt man nicht vorwärts... auch wenns manchmal noch so nervenaufreibend ist, weil man das Gefühl hat auf der Stelle zu treten...


    Ich finde auch das eine gewisse theoretische und klassische Grundlage nicht schaden kann. Mir persönlich hilft sowas immer, besser zu verstehen was ich tun soll oder was vor sich geht mit meinem Körper.


    ist Disziplin nicht nur dort von Nöten, wo mein eigener Enthusiasmus auf der Strecke zu bleiben droht? Bin ich nicht sowieso getrieben von dem Verlagen? Will sagen, dass was ich wünsche zu Hören, oder meiner Vorstellung gefällt, auch wirklich zu Hören? InnenOhr und AußenOhr in Einklang zu bringen? Realität und Phantasie zu vereinen? Die Emotion, die mich bewegt, auch wirklich zu Hören, wenn ich z.B aufgenommen wiederschalle?.. Ist es nicht schon Kunst genug, hier ungekünstelt zu erklingen? Und dennoch in wahrhaftem Gefühl?
    ....
    Und was ist mit dem Ausdruck, dem inspirierten Gefühl des Moments? darf ein Ton, der Schmerz verkündet nicht auch im wahren Sinne schmerzhaft sein? Ist es nicht vielleicht sogar hilfreich, eigenen Schmerz wahr zu erfahren, um selben ungekünstelt ausdrücken zu können?


    Ich denke schon, es ist hilfreich den eigenen Körper zu kennen, und zu erfahren... z.B über die drei-Wege-Atmung... vielleicht erweitert über Feldenkrais...
    aber ich bin immer ganz irritiert, wenn ausgerechnet hier, im Felde des flüchtigen Moments, zuviel wissenschaftliche Definition uns nahezu den Atem raubt...
    wie will ich im Moment absolut sein, das Gefühl wahrhaft erleben, wie auch mitteilen, wenn ich im gleichen Moment meinen Körper technisiere, instrumentalisiere und den Kopf über die Inspiration regieren lasse?



    Lian, schön mal wieder von Dir zu lesen...


    Disziplin ist auch dann von Nöten wenn man voller Enthusiasmus ist, denn irgendwann (früher oder später) hat man einen Durchhänger, warum auch immer, und dann ist es wichtig nicht aufzuhören sondern weiter zu machen. Denn genau an diesem Punkt entwickelt man sich weiter.
    Und natürlich kann man sich auch mit zuviel Wissen einiges verbauen. Manche sind mit dem Glück gesegnet es einfach im Gefühl zu haben... Ohne zu wissen, was sie wirklich tun, erreichen sie die Herzen der Menschen. Und widerum andere sind hervorragend im Umgang mit der Technik, schaffen es aber niemals ein wohliges Schaudern oder gar eine Träne hervorzulocken. Das hat einfach auch viel mit Ausstrahlung zu tun... Und sowas kann man eher weniger "erlernen"... man muss es fühlen.. es zu lassen. Ich kann nur andere Menschen wirklich erreichen, wenn ich mich selbst nicht blockiere... wenn ich offen für jede Art von Gefühl bin, offen für die eigenen Bedürnisse und die der Anderen. Denn trotz der ganzen Noten, Oktaven, Quinten, Violinschlüssel, Akkorde... trotz der ganzen Theorie ist Musik immer noch eines für mich: ein unfassbar großes Gefühl, das mich in jeder Sekunde meines Lebens berührt. Und da bedarf es das eine oder andere Mal eben nicht den korrekten, sondern einfach den eigenen Weg...


    Gruß
    Melli

    Mensch Stephie, da hab ich auch wieder was dazu gelernt. :thumbsup8de:


    Wiebke, ich seh das mit der Disziplin ganz ähnlich. Wenn man wirklich den Drang hat und vorwärts kommen will in seinem Können, sich also entwickeln, dann kann das nur mit ner ordentlichen Portion Disziplin geschehen. Denn von Nix da kommt auch Nix :schnatter:


    Ich seh das an mir: Bin erst seit kurzem bei einer Gesangslehrerin und hab noch verdammt viel Arbeit vor mir, aber es erfreut mich jedesmal sehr wenn ich wieder merke "ein klein Wenig hat sich schon getan". Man sollte immer nach Vorne blicken und Ziele haben die einen voran treiben (das gilt natürlich nicht nur für die Musik)...


    Gruß
    Melli

    Lippi, das kann man schon sehr gut verfolgen hier am Board....


    Du bist zB Gitarrist und Sänger :wink_1:... Solche Informationen stehen im Profil, da die meisten angegeben haben welches Instrument sie bedienen. Zu dem kann man auch bei der Community-Suche fündig werden.


    Und Sänger sind auch deswegen rar, weil sie ständig gesucht (aber leider leider) nicht gefunden werden. :ashamed:


    Gruß
    Melli

    Hallo Jörg,


    auch von mir ein herzliches Willkommen! :)


    Ich sehe das übrigens genauso wie Jens, selbstverständlich darfst du dich Musiker nennen.


    Übrigens mein aufrichtiges Beileid. Ich habe Christophe Bruyère zwar nicht gekannt, aber er soll doch viele Menschen bewegt haben.


    Gruß
    Melli

    Ich habe mir nun auch mal die akustischen Experimente angehört und fand sie doch sehr interessant... nein viel mehr noch:


    Die Stücke beflügelten meine Phantasie, ich hatte sofort Bilder im Kopf (was bei mir ein sehr gutes Zeichen ist) und ich dachte so "Mensch, das wär ja mal geile Filmmukke!"...


    Ein kleiner Auszug meiner Favoriten:


    "love ain't a game"... unglaublich schön... es weckt eine tiefe Sehnsucht... umschlingt einen und will einfach nicht loslassen... Wie ein schwarzer Mantel tiefster Emotionen der sich wie eine zweite Haut voller Schmerz auf einen legt und tief in die Seele eindringt.


    "Angels" finde ich echt gut gelungen und obwohl es irgendwie traurig wirkt, so hat es doch was befreiendes... es trägt einen auf seinen Schwingen davon, lässt hoffen, Mut finden, träumen... (ich hätte große Lust zu Ballettschuhen zu greifen und mir die Seele aus dem Leib zu tanzen :rolleyes:).


    "must die" ist dann doch sehr von der düsteren Sorte. Was ich aber sehr mag, dass es so "minimalistisch" arangiert ist... Ich habe dabei folgende Szene im Kopf: Eine Person steht am Fenster, es regnet. Alles ist in schwarz-weiß gehalten und die Kamera zoomt langsam aus... weg von der Person... weg vom Haus... die Straße entlang... alles wird kleiner, Details verschwinden... bis nur noch ein graues, verschwommenes Bild über bleibt... und man die weinenden Engel im Himmel zu erahnen meint...


    ...und so könnte ich auch zu den anderen Songs ewig weiter schreiben.... (lasse es aber lieber sein, da es sicher den einen oder anderen zu sehr ermüdet :D)

    Hi Sara!!! :D


    Endlich biste auch da, also.... (Trommelwirbel)....


    Herzlich Willkommen im BMB!!! :thumbsup8de:


    Ich wünsch dir gaaaaanz viel Spaß hier und freue mich auf gaaaaanz viel, heftige, kreative und selbstverständlich durch und durch interessante Konversation mit dir! :friends:


    Dicker Gruss
    Melli