Was spielt man zuerst ein?

  • Ich wollt mal eure Meinung hören, was sinnvoller ist.


    Ich persönlich spiel erst eine Spur Bass ein, dann Schlagzeug, dann R-Gitarre und dann Lead-Gitarre. Zum Schluss kommt der Gesang.


    Ein Freund von mir spielt erst Schlagzeug ein, dann R-Gitarre, dann Bass, dann L-Gitarre und Vocals zum Schluss.


    Wie macht ihr das, bzw. was macht in euren Augen mehr Sinn?

  • also ich kenne es so, erstmal ein rhytmik grundgerüst aufnehmen. also zuerst drums mit klick (im optimalfall noch ne pilotspur mitlaufen lassen) dann bass und dann rythmgit. dann lead und zum schluss gesang. aber ich kenn auch ne band, die alles gleichzeitig aufnimmt. also quasi live im studio. ist auch ne gute möglichkeit, man muss halt nur alles gut getimed spielen können.

  • .. live aufnehmen iss am schönsten, aber auch am schwierigsten. üblicherweise wird mit dem drum recording begonnen, was von der logik und vom aufbau eines songs auch sinn macht. wir haben aber auch schon zuerst die r - gitarre aufgenommen weil der gitarrist die aufnahmen produziert und sich so am meisten zeit lassen konnte:wink_1:
    .. hat auch einigermaßen geklappt. gesang muss immer zuletzt.. aber das iss ja wohl eh klar

  • Christoffs Vorschlag ist der Klassiker. Dabei hat der Basser es am schwierigsten. Der Drummer kriegt für die Einspielung meist noch im Hintergrund eine Orientierungshilfe, wenn er nicht so verlaust gut drauf ist, dass er wirklich jeden Beat im Kopf mitzählt. Der Basser hat dann die ehrenvolle Aufgabe sich einzig und allein an der eingespielten Drumspur zu orientieren. Die "Gitzer" setzen dann mit Volldampf ihre Sahnehäupchen auf allem und zuletzt kommt die Stimme und dann die Chöre.
    Nachteil bei dieser Sache oft die Stirilität. Viele werden dann zu verkramft und zählen nur noch. Das Feeling bleibt auf der Strecke !
    Also ganz auf Klick ist echt Profi. Die gefühlvollsten, bissigsten und schärfsten Aufnahmen entstanden immer dann, wenn der Kick über das Mithören der Mucke in das eigene Instrument einfloss. Aber gut, die Leute sind halt
    verschieden. Das Ergebnis zählt. Und im Studio zählt auch die Zeit - eben
    Kohle. Schnell und gut muss es laufen.

  • Mit einem Rhythmus Instrument zu beginnen ist schon gut. Kann natürlich auch eine Gitarre sein. Kommt drauf an was sie spielt. Wichtig ist, dass der sicherste, "beste" anfängt. Das erleichtert die Aufgabe für den nächsten der eben schon mehr orientierung hat, dadurch dass er sich an dem schon eingespielten orientieren kann. Bass und Drums zusammen macht aber auch oft sinn und ist technisch meistens auch keinen viel größerer Aufwand als Drums alleine...

  • Dabei hat der Basser es am schwierigsten. Der Drummer kriegt für die Einspielung meist noch im Hintergrund eine Orientierungshilfe, wenn er nicht so verlaust gut drauf ist, dass er wirklich jeden Beat im Kopf mitzählt. Der Basser hat dann die ehrenvolle Aufgabe sich einzig und allein an der eingespielten Drumspur zu orientieren.


    Wenn der Drummer Klick und eine Arbeitsspur bekommt, kann der Basser die doch auch bekommen.
    Außerdem könnte der Basser sich (dto. - sofern vorhanden - Keyboarder und "Rhytmusgitarrist") den Ablauf auch aufschreiben.

  • zu "Gute Musiker können auf der Bühne auch leise gut spielen."
    ...
    müssen sIE AUCH; SONST ist der mixer überflüssig !


    Das mit der Lautstärke ist ein verbreitetes Ärgernis in Bands. Die wenigsten Bands sind in der Lage, diszipliniert zu spielen (Tontechs können davon ein "Lied" singen).:cray:

  • Mit folgender Abfolge arbeiten wir:

    > Alle spielen gemeinsam das Stück, das ganze wird auf einer Spur mitgeschnitten.

    > Danach beginnend mit Schlagzeug und Bass die anderen Instrumente, beginnend mit den rhythmusorientierten Instrumenten hin zu den melodielastigen. Am Ende der Gesang on top.

    Bass und Schlagzeug spielen gleichzeitig ein und bekommen die zuvor aufgenommene "Schmutzspur" auf's Ohr. Das ganze hat den Vorteil, dass man nicht mit Metronom arbeiten muss, was die Aufnahme lebendiger macht und da alle an der "Schmutzspur" mitgespielt haben, entspricht diese in ihrer gewollten leichten (!!) Temposchwankung nicht dem subjektiven Empfinden nur des Schlagzeugers sondern dem auch auf der Bühne stattfindenen realen Bandempfinden. Wirkt hinterher sehr authentisch und nicht so langweilig "clean"...

    Einziger Punkt: So sollte man nur vorgehen, wenn die Band soweit aufeinander eingespielt ist, dass aufeinander gehört wird und die Temposchwankungen im Minimalbereich liegen... Ansonsten ist die Schmutzspur ein reiner Tempo-Brei...

  • Unser Vorgehen war immer wie folgt (im eigenen Studio, ohne Zeitdruck):


    ... es gab kein Schema (thats the bloody truth).


    Wir habens wohl bei jedem Song etwas anders gemacht, wobei es aber immer auch Parallelen gab: Zuerst wurde die Sequenzer-Software (Nuendo) optimal vorbereitet. Also Klick, Keyboardspuren, Drums als Arbeitsspur gesampelt. Das waren oft "Hausaufgaben" die gar nicht im Studio gemacht wurden. Der Keyboarder hat seine Midi-Spuren bearbeitet, die Drums wurden auch primär via TD10 (Drummodul) vorbereitet. Es gab auch oft Arbeitsspuren der Gitarren vorab, je nachdem, wer den Song beigesteuert hatte.
    Die finalen Spuren (insbesondere Gesang) wurden dann im Team aufgenommen, jedoch immer einzeln. Es kam aber auch vor, dass ich eine Bass-Spur bei mir zuhause eingespielt und die Wave-Datei dann auf einen Web-Server geladen habe. So hatte ich mehr Ruhe und konnte selbst entscheiden, wann die Spur für mich optimal war.


    Wichtig ist, dass man sich nach Möglichkeit eine Deadline setzt, sonst werden einige Songs nie fertig ...


    "the music keeps you goin' and it's never gonna stop" (Triumph - Magic Power)

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