Tipps für's Aufnahmewochenende?

  • Mitte Juni treffen wir uns mit der Band für ein Wochenede um 4-5 Stücke für eine Demo-CD aufzunehmen.


    Die Instrumente sollen nacheinander, Spur für Spur, aufgenommen werden.


    Wir bereiten mit Guitar Pro eine Midi-Dreckspur vor, über der Schlagzeuger Freitag abend / nacht spielt.


    Samstags sollen dann tagsüber Bass und Stage-Piano folgen, abends / nachts dann Gitarre und Geige.


    Sonntags ist dann Zeit für den Gesang etc.


    Wir haben uns extra jemanden organisiert, der die Aufnahmen macht, etc. damit wir uns damit nicht mehr beschäftigen müssen.


    Trotzdem irgendwelche Erfahrungs-Tipps von euch, was das Aufnehmen angeht? Das ein Wochenende für 4-5 Stücke mit der gesamten Band ziemlich eng ist, wissen wir, von daher wäre es umso besser, vorgewarnt zu sein, was eventuelle Probleme, etc. angeht...


    Danke schonmal :D

  • eigentlich ist die zeit nicht zu wenig, wenn ihr eure parts draufhabt.
    wozu die "mididreckspur"?
    einfach auf klick einspielen. wenn der bassist nicht zwingend über den amp spielen muß, kann man den gleich mit aufnehmen. gleiches gilt fürs piano.
    das spart zeit. wenn ein part schlecht war, kann man den immer noch extra aufnehmen.
    ansonsten hängt viel davon ab, ob euer angeheurter toningenieur sein handwerk und sein programm versteht und ihr eure parts alle könnt.
    rechnet mit ein, dass der ganze aufbau, besonders für die mikrofonierung des schlagzeugs schon eine weile dauert. es ist auch nicht nötig ständig alle bandmitglieder vor ort zu haben. das kann auf die dauer nerven.
    wenn ihr im proberaum aufnehmt, richtet diesen vorher ein wenig her, um die akustik zu optimieren. genug ersatzsaiten usw. vor ort haben.

  • Dass einzige was ich groß dazu sagen ist: Ganz ruhig bleiben und den Bandmembern keinen stress machen! :rolleyes:

  • Und den Bassisten nicht nerven, wenn er gerade stimmt ^^

  • Hi Doc,
    ich könnte dir aus meinen Erfahrungen was das spurweise Aufnehmen angeht berichten. Wir haben das mal im Proberaum probiert. Seitdem bevorzugen wir eher Studios.
    Das größte Problem was wir seinerzeit hatten, war das Timing. Es ist ein riesen Unterschied ob du live zusammen spielst und alles abnimmst, oder nacheinander einspielst, da der Augenkontakt in der jeweiligen Situation fehlt. Wir wollten's nicht für möglich halten, aber das ist eine im ersten Moment unscheinbare Kleinigkeit. Solltet ihr allerdings durch die Bank Erfahrungen im Spielen mit KLICK haben, dürfte das kein Problem sein. Es muß dann aber jeder Song im Ablauf minutiös durchgeplant sein (Breaklänge, Solos, gepunktete Noten etc., diese ganzen Feinheiten, die einen Song erst interessant machen).
    Achtet darauf, daß ihr bei jeder Aufnahme mit den gleiche Basics arbeitet und OHNE Effekte. Ihr nehmt das Rohmaterial auf! Bearbeiten kann man's hinterher (mehr Bass, mehr Höhen, Effekte, fadings etc.). Denn wenn das Rohmaterial schon verändert ist, kriegt ihr's nicht mehr clean und ihr mixt euch später 'nen Wolf. Das ist wie mit dem Kochen: eine versalzene Suppe kann man auch durch tausend andere Zutaten nicht mehr retten.



    Das ihr jemanden nur für die Technik dazunehmt, ist sehr sinnvoll. Allerdings sollte dieser jemand absolut wertfrei agieren und nur nach euren Vorstellungen arbeiten, es sei denn er arbeitet hauptberuflich im Musikproduktions-Sektor. Dann können Tips nützlich sein.


    Arbeitet nicht zu verbissen, das bringt euch in manchen Situationen nicht weiter. Wenn ihr merkt, ihr kommt nicht weiter bei einem Song, legt ihn zur Seite und macht mal 30 Minuten euren Kopf frei mit etwas völlig anderem (Mensch-ärger-dich-nicht oder sowas ;), oder nehmt euch einen anderen Song vor.


    Generell muß ich sagen, daß 4-5 Songs 'ne ganze Menge für ein WE sind. Da müßt ihr schon diszipliniert arbeiten. Da ihr aber keine Studiokosten habt und die Nacht dazunehmt, sollte es klappen. Wichtig ist sich nicht zu verzetteln und das Projekt immer im Auge zu behalten. Fangt mit den einfachen Songs an, dann habt ihr bessere Chancen, das gesteckte Ziel zu erreichen.


    Ich hoffe, ich konnte dir ein paar hilfreiche Tips geben und wünsche Euch viel Erfolg und natürlich auch Spaß.


    cu
    uwe

  • Bei unseren Aufnahmen war es auch so das bei einem Song das Schlagzeug einfach nicht passen wollte, dann haben wir den irgendwann auch zurückgelegt und uns erst um die anderen gekümmert.


    Wir haben für 3 Songs so gute 3-4 nachmittage gebraucht (bitte erspart mir jetzt hier kommentare :) ), das heißt das waren so 9- 12 stunden die wir das saßen, genauer kann ichs nicht sagen. Ich würde daher auch sagen das für ein vernünfitiges Demo mit 5 songs ein WE schon eng werden kann.

  • Entspann dich Doc, Benny und ich haben vor einigen Jahren innerhalb von 12 Stunden 10 Stücke mit Klick aufgenommen. Da sollten die Paar kein Problem darstellen ;)


    Mit genug Steaks, Bier und Zigaretten wird das ein ganz entspanntes WE.

    :icon_blahblah:

  • Moin Doc,
    da waren ja schon ne ganze Menge guter Tips bei (besonders der mit dem Bier! Bassisten wissen halt wo es drauf ankommt!).
    Ich könnte noch einen zum Aufnahmeequipment beisteuern: Ihr nehmt vermutlich digital auf, oder? Testet in dem Raum, in dem ihr die Aufnahmen macht vorher einmal, ob das einwandfrei funktioniert. Wir hatten Knackser drauf und mussten irgendwann abbrechen. Das kann dann verschiedene Gründe haben (z.B. Hardware, Software, Betriebssystemeinstellungen). Unter anderem aber auch Stromschwankungen. Dann benötigt ihr einen Spannungsfilter oder so (USVs haben sowas). Ansonsten im Cubase-Forum schauen - da stehen viele Tips zur Optimierung des Rechners drin (einige helfen vermutlich auch bei anderer Software).
    Ansonsten würde ich auch vorschlagen, Bass und Keyboard mit den Drums aufzunehmen. Wenns klappt, spart ihr Zeit; wenn nicht, ists auch egal...


    Viel Erfolg!


  • Ist echt gut durchgeplant das Ganze.
    Nicht schlecht.
    Vorallem die Idee mit der Midi Deckspur ist genial.
    Nen Tipp guck ich mir mal für unsere nächsten Aufnahmen ab *g*
    Muss ja net sagen dass die Aufnahmen sehr zum "schnellerwerden" geneigt :D


    dumdidum......

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