Doppeln bzw. Wall of Sound

  • Ich hab da letztens was über ne "Wall of Sound" gelesen.. von daher meine Fragen:


    Was genau ist das, wie funktioniert es und wann wie und wo sollte man das am besten einsetzen?

  • Hi soope,
    hör Dir mal "River deep mountain high" von Tina Turner in der Originalaufnahme (am besten auf Vinyl) an,
    wurde 1969 von Phil Spector produziert,
    ist nach dem "Chamber Recording Effect" produziert.
    viele Musiker, Orchester, alles in einen großen Raum an diverse Speaker in der einen Ecke übertragen, dort von Mikros an der gegenüberliegenden Seite wieder abgenommen,
    ist etwas vereinfacht dargestellt, trifft das Prinzip aber auf den Punkt.
    War übrigens damal ein absolute Ehre wenn Phil Spector einen Künstler auf sein Art produzieren wollte,
    er hat u. a. auch die Beatles produziert,
    heute kann man diesen Sound mit Digitaltechnik emulieren,
    allerdings gab es damal nur analoge Aufnahmetechniken, deshalb klingt die digitale Adaption steriler und nicht so räumlich,
    hängt damit zusammen, daß man einen Raum nachbilden, aber nicht nachmachen kann, soll heißen ist ein digitales Abbild, also ein virtueller Klangraum.


    Reicht das als Antwort??

    vG
    Jaydee




    ...nur tote Fische schwimmen mit dem Strom !

  • Habe bei meinem GT8 so nen fertigen Wall of Sound drin...hahahaha...zum weglachen....mannomann...

  • Ein Delay in minimalster Form! Ich glaube, daß ist am einfachsten ausgedrückt.

  • Mhh.. was ich so mitbekommen hab passt da irgendwie net so zusammen, was ihr mir sagt :confused:


    Ich will einfach nur meine Gitarren fetter klingen lassen bei Aufnahmen..

  • Ich will einfach nur meine Gitarren fetter klingen lassen bei Aufnahmen..


    Dann 'master' das doch einfach mal mit einem geeigneten Programm für den PC. Wo liegt jetzt das Problem? Ach, laß mich raten, du besitzt kein Programm zum Mastern!?

  • Wall of sound? *lach*

    Ja, also ich unterstreich das mit dem Delay. Raw hat da wirklich Recht, master einfach nur mal die Gitarrenspur, dann wirst Du den Unterschied recht schnell feststellen.
    Hab hier einige prfessionelle Masterprogramme rumliegen -sogar 'ne lustige VideoDVD ( Hands On Audio Mixing Mastering vol.1 2DVD's ) hab ich hier als Anleitung rumliegen, falls Du nicht die geringste Ahnung hast, wie das mit dem Mastern funzt.
    Wenn Ihr aber mal ein paar qualitativ hochwertige Micros benutzen würdet, müßte man auch nich immer so viel künstlich nachregeln. Nur mal so als Tip.

  • Mhh.. also ich nehm meinen Marshall JCM 2000 und meinen Cube 60 von Roland mit je 3 Shure SM57 ab.. 2 an die Boxen und eins als Raummikro. Halt beides gesplittet, so dass ich mit 2 Amps gleichzeitig spiel und aufnehm.. da kommt dann jeweils ein Amp nach rechts und einer nach links.


    Daran sollte es wohl nicht liegen ;)



    Mastern weiß ich ebenfalls was es ist, ich master meist mit Cubase SX und hinterher nochmal mit Wavelab.


    Aber irgendwie drückt das trotzdem alles nicht so doll wie ich es will :(

  • Ich hab auch ne Zeit lang zu Hause aufgenommen, wir haben dabei die Erfahrung gemacht, dass es keinen größeren Fehler gibt als zu doppeln. Einfach wegen des Risikos der Phasenaussetzer. Wie die Kollegen oben schon beschrieben haben, tut's jedes zweite Mastering-Programm (Audacity is auch geil und Freeware). Und um den Sound so richtig dick zu machen, musst Du einfach die Klampfenspur zwei Mal nacheinander identisch einspielen. Das geht mit angeborenem Taktgefühl deluxe oder mit Click. Und Click wiederum findet man beim Freeware-4-Spur-Recording-Programm "Quartz Audio Master". Danach kannste nämlich die beiden Gitarrenspuren individuell gestalten und so anpassen, dass Du Dir beim Hören deines eigenen Geschraddels inne Hose machst... oder zumindest so ähnlich...

  • also mal zur klarstellung:
    man mastert weder einzelne spuren, noch mastert man einmal in cubase und hinterher in wavlab. das ist alles grütze.


    um gitarren fetter klingen zu lassen würd ichs mit doppeln versuchen. das bedeutet aber nicht, dass bei 2 spuren schon schluß sein muß. panorama beachten.
    kompressor, eq und chorus sind auch gern gesehen.
    das ganze nennt man mischen und nicht mastern.

  • Ich hab auch ne Zeit lang zu Hause aufgenommen, wir haben dabei die Erfahrung gemacht, dass es keinen größeren Fehler gibt als zu doppeln. Einfach wegen des Risikos der Phasenaussetzer. Und um den Sound so richtig dick zu machen, musst Du einfach die Klampfenspur zwei Mal nacheinander identisch einspielen.


    und genau letzteres nennt man doppeln!!!
    was du meinst, ist die spur einfach zu kopieren und eventuell eine zu verzögern. das ist in der tat nicht ratsam.

  • yoar, so mach ichs bisher.. nur das bei mir die 2 gitarren nie das selbe spielen.. wär ja langweilig..

  • eben nicht...du willst doch nen fetteren Sound? Also versuche die erste Spur genau zu reproduzieren. Weil das eben nie zu 100% klappt, entsteht eine leichte Verschiebung, quasi ein natürlicher Chorus...ohne gleich nen Phasenauslöschung zu bewirken. Und wenn dir soo langweilig ist so kannst du ja anschließend Overdubben wie du willst.Ist doch mit cubase und co. kein Problem.
    Die Warheit ist leider das viele nicht perfekt ihre Spur nachspielen können und sich dann in Ausreden oder Widersprüchen verwickeln ala nee laß man klingt doch schon fett genug...und so.....(hab ich früher sicher auch so gesagt :-))

  • @ science: :D ich hab nun mal keine Musik studiert... aber schön, dass wir wenigstens das Selbe meinen.


    @ soope: ich kanns dir auch nich erklären, machen vielleicht raw, klito oder science. aber im endeffekt wird folgendes passieren: kopiere deine spur, füge die daten (darf man hier von daten sprechen?) in der nächsten spur wieder ein und drücke play. mit meinen programmen gabs immer zwei möglichkeiten:


    entweder hörte sich das an, als wenn ich (linkshänder) bei 2,5 promille auf ner rechtshänderklampfe ein slipknot-solo (ham die soli???) in vierfacher geschwindigkeit rückwärts spiele...


    oder - und da war meine frau eher dankbar - es herrschte stille...


    darum lieber doppeln...

  • phasenauslöschung:
    nehmen wir mal eine sinuskurve (stellvertretend für ein audiosignal).
    nun noch eine, nur an der x-achse gespiegelt. lege beide übereinander und du hast eine vollkommene auslöschung (man hört nichts mehr).
    wenn man die 2. nicht spiegelt, sondern einfach so über die andere legt (sprich eine spur kopiert und beide abspielt), ist die amplitude doppelt so groß (das signal ist einfach nur doppelt so laut).
    verschiebt man eine der kurven um ein paar samples gegen die andere, so hat man bei der resultierenden kurve sowohl auslöschungen als auch betonungen. soetwas nennt man auch kammfiltereffekt. klingt selten fetter.

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