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Thema: Seitenweise Saiten

  1. #1
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    Standard Seitenweise Saiten

    Das Angebot ist groß und teilweise unübersichtlich.
    Es gibt drei grobe Unterscheidungsmerkmale für roundwound`s, die wohl am häufigsten benutzt werden.

    1. stainless steel
    2. nickel plated
    3. pure nickel

    Die stainless steel erzeugen den maximalen output, weil die magnetischen Anteile bei dieser Art am größten sind. Die Saiten sehen recht grau aus und fühlen sich rauh an.

    Vermutlich die meistgespielten sind nickel plated Saiten. Sie enthalten, wie der Name schon sagt, Nickelanteile. Sie klingen homogen und fühlen sich beim Spielen recht angenehm an.

    pure nickel Saiten wurden schon in den 60gern verwendet. Sie erzeugen geringeren output spielen sich aber sehr angenehm und haben diesen typischen "vintage touch".

    Nickel bzw. vernickelte Saiten sind natürlich nichts für Allergiker !
    Für welchen Hersteller/Qualität man sich entscheidet ist dann auch nochmal Ansichtssache. Ich persönlich habe einiges ausprobiert und bin immer wieder bei Ernie Ball gelandet. Dieser Hersteller bietet gute Qualität und die Preise sind akzeptabel.
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    Nordi (02.02.2011)

  3. #2
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    Standard

    Kleine Ergänzung meinerseits

    Ich verwende auf meinen Ovations sehr gern Elexier-Saiten. Diese Saiten sind mit einer Nano-Technik beschichtet. Dadurch fühlen sich die Saiten irgendwie "glatt" und "rutschig" an. Die Nanotechnik verhindert Eindringen von Schmutz und Fett in die Saite und dadurch halten diese länger. Außerdem ist die Geräuschentwicklung beim versetzen des Fingersatzes in Barregriffen geringer (für so schlampige Techniker wie mich ). Allerdings sind die Saiten erheblich teurer. Ob sich das letztendlich rechnet? da bin ich mir nicht so sicher. Ich verwende sie eben wegen der Geräusche und wegen des Sounds - sie klingen für meine Ohren eben sehr gut.
    Gruß - Nordi






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  4. #3
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    Standard AW: Seitenweise Saiten

    Zitat Zitat von Nordi Beitrag anzeigen
    Kleine Ergänzung meinerseits

    Ich verwende auf meinen Ovations sehr gern Elexier-Saiten. Diese Saiten sind mit einer Nano-Technik beschichtet. Dadurch fühlen sich die Saiten irgendwie "glatt" und "rutschig" an. Die Nanotechnik verhindert Eindringen von Schmutz und Fett in die Saite und dadurch halten diese länger. Außerdem ist die Geräuschentwicklung beim versetzen des Fingersatzes in Barregriffen geringer (für so schlampige Techniker wie mich ). Allerdings sind die Saiten erheblich teurer. Ob sich das letztendlich rechnet? da bin ich mir nicht so sicher. Ich verwende sie eben wegen der Geräusche und wegen des Sounds - sie klingen für meine Ohren eben sehr gut.
    Du hast natürlich recht, Heinz. Allerdings spreche ich in meinem Beitrag von Saiten für E. Gitarre. Acoustic`s sind wieder ein anderes Thema.
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  5. #4
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    Standard

    Moinsen,

    bräuchte mal nen Tip...

    Ich spiele eine Ibanez GRG250DX. Alles in allem bin ich gut zufrieden mit dem Teil - wenn der Saitenwechsel nicht wäre... Die Gute hat ein Edge3 Tremolo (frei schwebend), Sattelverriegelungen und eine Locking Bridge . Das frei schwebend soll auch so bleiben.
    Kann mir jemand Saiten empfehlen (009 Satz), die nicht stocksteif sind, lange halten und trotzdem gut und lange klingen? Habs schon mit beschichteten probiert, denen fehlte aber die Brillianz. Obwohl ich die von Elixier auch auf meiner Ovation habe (-> Nordi).

    Gruß vom Musher
    .

  6. #5
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    Standard Freischwebend.....

    Moin Musher,
    Eine Empfehlung für Saiten kann ich dir leider nicht geben, weil das wirklich Geschmacksache ist, aber ich habe ein paar Tipps.
    Saitenwechsel und Einstellung(en) sind bei Floyd Rose artigen Gitarren etwas aufwendiger als im Normalfall. Es gibt von Jim Dunlop einen Kunststoffwinkel, mit dem sich der Tremoloblock in seiner Lage fixieren läßt. Danach kann man die Saiten problemlos entfernen, ohne das der Block dem Federzug nachgibt und in die Fräsung kippt.
    Zum Reinigen des Tremblocks nimmt man am besten eine Zahnbürste. Das Ganze kann man danach mit einem hauchdünnen Ölfilm überziehen. (Waffenöl, Balistol)
    Zur leichteren Montage der neuen Saiten entfernt man die Druckstücke des Sattels komplett.
    Ich empfehle die Saiten sozusagen verkehrt rum aufzuziehen. Die Saite wird mit dem offenen Ende zum Block geführt. Sollten die Saiten nicht bis zum Ende gewickelt sein hat man zwei Möglichkeiten. Entweder schneidet man den Kern bündig zur Umwicklung ab, oder man läßt ca. 20 mm stehen und hat dann quasi Pianostyle.
    Die Prozedur hat einen einfachen Grund. Die Umwicklungen werden mit Vorspannung auf den Kern aufgebracht. Wenn man nun als erstes das Ballend abtrennt kann es sein, das die Spannung verloren geht und das bedeutet den " Tod" der Saite. Das heißt, auch die überflüssigen Enden der Saiten werden erst dann abgetrennt, wenn die Saiten aufgezogen sind.
    Zum Einstellen der Oktavreinheit gibt es Einstellhilfen, jedenfalls für Floyd Rose Systeme. Wenn ich mich nicht irre, habe ich sowas aber auch schon von bzw. für Ibanez gesehen.
    Freischwebende Systeme müssen immer in Spielstellung eingestellt werden, da die Krafteinwirkung der Erdanziehung im liegenden Zustand eine andere ist. Klingt nach Voodoo ist aber Fakt !
    Die Einstellung der Lagerbolzen (Saitenlage) NIEMALS unter Saitenzug vornehmen !!!! Das zerstört die Messerkanten und macht das System unbrauchbar.
    Vorsicht bei der Wahl der Saitenstärken !! Ist ein System auf eine Saitenstärke getrimmt, sollte man dabei bleiben. Ansonsten ist wieder eine aufwendige, zeitraubende Grundeinstellung nötig, auch beim Wechsel von 009/042 auf 009/046 !!
    Die Standzeit von Saiten läßt sich etwas verlängern, indem man nach Gebrauch alles mit einem trockenen, saugfähigem, fusselfreien Tuch reinigt.
    beware of fastfret.....
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    knife-edge (05.02.2011), Nordi (05.02.2011)

  8. #6
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    Standard

    Mag hat fast alles gesagt......
    Ich würde bei Floyd und ähnlichen Systemen NIEmals alle Saiten kappen sondern immer Saite für Saite wechseln !!! Dann kann eigentlich auch nix mit dem Floyd passieren.
    Kann es sein das dein Saitenzug zu stark ist? Zumindest interpretiere ich das auf "stocksteife Saiten" Wie auch immer...bei 009ern sollte alles butterweich sein.

    Empfehlen würde ich Markensaiten zumal die Qualität von den Haussaiten eines großen OnlienHändlers doch merklich nachgelassen hat. In meinem Fall haben sich GHS gut bewährt.

  9. #7
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    Standard Fast alles....

    Was Shreddie sagt ist richtig, aus meiner Sicht allerdings nur bedingt. Für Grundeinstellungen ist es erforderlich alle Saiten zu entfernen. Für die Höhenjustierung des Blocks müssen auch die Federn entfernt werden und es werden Messungen mit Schieblehre nötig. Das gründliche Reinigen der Teile scheint mir auch nur dann vernünftig zu gelingen, wenn sich keine Saiten mehr auf dem Instrument befinden z. B. für die Pflege des Griffbrettes.
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  10. #8
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    Standard

    Das gründliche Reinigen der Teile scheint mir auch nur dann vernünftig zu gelingen, wenn sich keine Saiten mehr auf dem Instrument befinden z. B. für die Pflege des Griffbrettes.
    Das kann man sich sparen wenn man wie einige Kandidaten mit Fritten und Hähnchen getunkten Fingern über Monate seine Gitarre und Saiten "pflegt"
    Das kommt dann Nordis Nano Beschichtung sehr nahe!!!Sozusagen nen Elixir...

    klar muss zur Grundreinigung alles runter..ich bezog mich nur auf das turnusmässige Wechseln der Saiten...

  11. #9
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    Moinsen,
    erstmal vielen Dank an Magnum für die wahrlich ausführliche Anleitung.

    Die Saiten müssen jetzt mal alle runter, weil das Griffbrett dringend Pflege braucht und auch der Rest der Klampfe gründlich gereinigt werden muss. Bin schon gespannt, was ich alles wieder finde ;-)
    Ich hatte vor einiger Zeit auf meiner SG reine Stahlsaiten. Der Klang war super aber das Spielgefühl hatte was von T-Trägern, sehr steif eben und rauh. Aber gehalten haben die richtig lange. Deswegen die Frage, welche Saiten den besten Kompromiss zwischen Langlebigkeit, Spielgefühl, Sustain, Klang und Ansprache bieten. Bei dem Akt des Saitenwechselns bei der GRG fehlt mir die Motivation auf ausprobieren. Der Preis der Saiten ist mir (fast) egal. Tja, das eine was man will, das andere was man muss.... ;-)
    Ich denke ich werde die Klampfe zu einem Händler meines Vertrauens (???)bringen um sie komplett einstellen zu lassen, sonst endet die noch an der Wand - als Deko.
    .

  12. #10
    christoph_k ist offline Kommt vom Fischkutter (Zitat Drummer)
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    Standard

    um den floyd-block beim saitenwechsel zu fixieren kannst du auch einfach eine 9v blockbatterie nehmen, die mit tape einwickeln (in meinem fall das gute alte gaffa) mit dem trem-hebel das teil anheben und die batterie einfach zwischen korpus und block klemmen. durch das gaffa wird da nichts beschädigt und du kannst alle saiten auf einmal wechseln.

    markenmäßig bin ich bisher mit dean-markley, d`addario, ernie ball, ghs... etc immer gut gefahren. einzig und allein dunlop saiten haben mich enttäuscht. habe mir mal 3pakete auf einmal gekauft und in allen waren die saiten teilweise ziemlich verknickt. dementsprechend lang haben sie auch gehalten.


    gruß

  13. #11
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    Daumen hoch Saitenwechsel

    Soooo, heute war es soweit.... neue Saiten!
    Mal ein kleiner Erfahrungsbericht:
    Ich war vor kurzem bei MP und habe meine Ahnungslosigkeit hinsichtlich des Saitenwechsels bei einem Floyd Rose vorgetragen. Prompte Antwort: Kein Prob. bring die Git. mit, mach ich Dir drauf aber wenn es geht vormittags. Also gut. Gestern die alten Saiten runter, das Teil geputzt wie der Teufel, weil wenn schon denn schon, und heute vormittag ab zu MP. Hab mich für Elixier Saiten mit Nano Beschichtung entschieden (wegen der Lebensdauer der Saiten). Und schon ging es los. Neue Saiten drauf, gestimmt, Federn nachgestellt, Klinkenbuchse festgezogen und mit zweiter Mutter fixiert, nochmal gestimmt, probiert, nochmal gestimmt .... usw. ;-), - und noch ´nen Imbusschlüssel dazu bekommen weil meiner rund war ---WOW!
    Dann der bange Moment der Abrechnung.....
    Um es kurz zu machen - 11,90 € für den Satz Saiten. Unglaublich! (Und ich habe nicht gleichzeitig nach einem Marshall Fullstack gefragt... ;-)
    DAS ist Service! Vielen Dank dafür.
    Zu den Saiten:
    Ist ein 009 Satz, butterweich zu spielen, kaum Geräusche beim Umgreifen, mein (erster subjektiver) Klang-Eindruck - in den Höhen nicht so brilliant wie unbeschichtete aber noch völlig OK. Mal sehen wie lange sie halten...

    P.S. Natürlich war noch was für die Kaffeekasse drin

    Musher
    .

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    garfield (10.02.2011), Magnum (10.02.2011), Nordi (10.02.2011)

  15. #12
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    Gut zu wissen.....
    Ich bervorzuge ja eher das Stammhaus...aber nun gut :-)

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