Las ich doch jetzt die Tage in der Zeitung. Aha. Von zweistelligen Gehaltserhöhungen wurde in einem Leserbrief eine nicht weiter genannte Statistik zitiert. Und man hat jetzt schon die Pensionsansprüche ins Vermögen mit eingerechnet, wie auch die Renten. He, geht’s noch? Wie kann man etwas auf ein Vermögen anrechnen, was so gar nicht im Portemonnaie oder dem Konto liegt? Etwas, was rumsbums durch Krankheit, Unfall gar nicht mehr in Anspruch genommen werden kann? Oder seit wann ist eine Pension oder Rente, außer für den Staatssäckel, vererbbar? Normalerweise ist es doch so, tot und weg ist die Kohle, oder? Merkwürdige Art den Menschen Geld anzudichten.
Dann die Statistik. Ich kenne eine Statistik, da wird vom zweistelligen Minus in den Beamtenbezügen gesprochen, nach Wegfall/ Kürzung von Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und Erhöhung der Wochenarbeitszeit etc. z. B. Welche stimmt denn nun? Soll der Polizist weniger bekommen? Aber am besten noch vor dem Täter vor Ort sein, richtig? Dummes Spielchen.
Was mich stört ist wieder die geschürte Rumklopperei auf den verschiedenen Berufsgruppen. Natürlich haben Menschen im öffentlichen Dienst einen sicheren Job. Den haben sie auch durch Verzichte über die Jahre im Lohn bezahlt, wo es in der freien Wirtschaft fette Jahre, mit 13. und 14 Monatsgehalt gab. Wie sagte noch mein Lieblingspolitiker Schäuble: Wer in den ö. D. will, dem sollte klar sein, dass er dort nicht reich wird. Okay, schade, keine Villa auf Malle.
Pünktlich zur neuen Lohnforderung der Gewerkschaften für den öffentlichen Dienst tauchen solche Statistiken auf, wie gesteuert und natürlich kommt gleich im Beissreflex der Neid des Bürgers hoch, der Muffe hat nach guten Jahren bei Benz, Bank oder Industrie, nun plötzlich in der Globalisierung seinen Job zu verlieren, Fingerschnippen, einfach so. Kann ich verstehen, wenn jetzt der Chinamann den Benz baut, dass man sauer ist und Angst hat. Da nutzt es aber nichts mit dem Finger auf die zu zeigen, die augenscheinlich sicher in ihren Sessel hocken, denn wenn man denen das auch weg nimmt, dann geht es einem selbst dadurch nicht automatisch besser.
Was also tun? Haut Euch nicht gegenseitig die Schädel ein und gönnt allen die Wurst auf dem Brot. Schaut auf die, die diese Regeln machen, sie zulassen und auf die, die sie schamlos ausnutzen, denn nicht der Bürger oder kleine Beamte hat die jetzige Situation zu verantworten, sondern Menschen, die an den fetten Trögen der Macht sitzen und denen es auch trotz Krise verdammt gut geht. Meckert nicht, schmeißt die Bild weg und tragt Euren verständlichen Ärger zu denen, die die Verantwortung dafür tragen. Nicht vergessen, alle Macht geht vom Volke aus…