Herzlichen Glückwunsch, lieber Herr Zumwinkel, zu diesem grandiosen Urteil nach einem für sie sicherlich sehr peinlichem Akt.
Man bekommt als kleiner Normalbürger natürlich nach dem Geschacher überhaupt nicht den Eindruck, dass sie die Angelegenheit nicht im Griff hatten. Nachdem die Staatsanwältin, die ihnen im Nacken hing, weggemobt wurde, die veruntreute Geldsumme wie durch Zauberhand und Verjährung plötzlich unter die magische Grenze von „sie gehen direkt ins Gefängnis und nicht über Los und ziehen nicht 2000 Mark ein“ viel, sowie der Richter nochmals laut betonte, dass es keine Absprachen gegeben habe war die Sachlage doch eigentlich jedem klar: `nen bischen bezahlen und `nen bischen Bewährung kann einem Mann in ihrer Position nicht wirklich Angst einjagen. Sie haben ihre Früchte ins Trockene geschafft und ich möchte jede Wette eingehen, dass sie in spätestens zwei Jahren irgendwo anders im Vorstand sitzen.
Wie das wirklich hinter den Kulissen gelaufen ist wissen nur sie, ihre Anwälte und das Gericht und diejenigen, die ihre Fürsprecher gewesen sein mögen. Aber ein Land, dass den Falschparker hartnäckiger zu verfolgen scheint als Menschen, die der Gesellschaft Steuergelder in großen Summen vorenthalten, macht sich irgendwo lächerlich. Schade Rechtssystem, aber blind ist Justizia bestimmt nicht mehr. Haste Kohle kommste durch, haste keine gehste in`Knast.