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Archives: Oktober 2008

2008 22 Okt

Heim im Sack

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Vermutlich mit der gleichen schnöden Militärmaschine wie schon auf dem Hinflug, nur diesmal nicht bequem im Sessel sondern als Fracht in einem luftdichten Zinksarg treten zwei unserer Bundeswehrsoldaten ihre frühzeitige Rückseite in die Heimat an. Gestorben bei einem feigen Anschlag fern von Zuhause. Gestorben für Deutschland…. oder… ja… für was eigentlich?

Ach ja, unser Verteidigungsminister musste schnell der schwächelnden Volksstimmung zum verlängerten Militäreinsatz deutscher Soldaten in Afghanistan entgegen treten und natürlich müssen unsere Soldaten leider (mittlerweile auch sterben) kämpfen. Gegen den Terrorismus, der ohne sie schlimmer werden würde und auch uns Deutsche treffen könnte…. tut er das nicht bereits? Gerade weil wir dort tätig sind?

Was wird man den Angehörigen erzählen? Den Frauen, Freundinnen, Kindern und Eltern der Toten? Wie wird man sie trösten? Gibt es dazu obenauf die Deutsche Flagge? Salut am Grab? Wer wird noch anderweitig an die Toten denken, außer deren Familien, wenn das Loch zu ist?

Wie lange soll das alles noch dauern? Mit welchem Ergebnis wird es enden, wenn es je enden wird? Wie viele Tote kann die deutsche Seele noch ertragen bis das Volk seinen Vertretern sagt, dass sie es beenden sollen?

Es ist traurig, dass wieder Deutsche in einem Krieg, und nichts anderes ist dieser Afghanistan-wir-bohren-Brunnen-Einsatz, sterben müssen. Beschämend ist die dünne Begründung unserer Regierenden, die uns das alles als etwas Positives verkaufen oder verkaufen müssen.

Mein Mitgefühl gilt denen, die echte Tränen an den Särgen der Toten weinen werden. Man sagt, Zeit heilt alle Wunden, ich wünsche es mir für Euch.

2008 1 Okt

Wir retten Euch!

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Wir leben in Deutschland. Und das ist für viele auch gut so. Deutschland ist schön. Und eigentlich ist Deutschland reich. Aber trotzdem haben unsere Regierungen das Geld der Bürger verzockt. Manche sagen sogar, sie haben es verbrannt. Nun hat Deutschland viele Schulden. So viele, dass wir in vielen Bereichen sparen und kürzen müssen. Auch in sehr, sehr wichtigen Bereichen. Und es gibt Stimmen die da sagen, wir werden diese Schulden niemals zurück zahlen können. Deswegen fürchtet man um etwas, was es schon mal gegeben hat: Eine Währungsreform.

Was sollte man am besten machen, wenn man viel sparen muss? Aufpassen, das nicht durch sonstige Unglücke man viel, viel Geld, was man ja nicht hat, in am schlimmsten Falle marode Systeme pumpen muss. Und nur deswegen, damit das System nicht absäuft und alle mitreißt. Die Spanier z. B. haben das gemacht. Gut so. Die Amerikaner nicht. Schlecht. Nun hängen viele am globalisierten Tropf und haben Angst. Angst, dass sie mit runter gespült werden. Und auch in unserem schönen Land passiert das jetzt, weswegen unser Finanzminister gute 30 Milliarden Euro aus dem Säckel seiner Bürger zu Verfügung stellt. Er beruhigt den Bürger, es muss ja nicht alles verloren sein. Und man braucht nur dann zahlen, wenn die wackelnde Bank wirklich zusammen bricht. Das beruhigt ungemein, wenn unser Finanzminister das sagt, denn wir vertrauen ihm ja alle. Auch unsere Sparbücher sind sicher. Ganz bestimmt.

Woher unser Finanzminister das viele Geld nimmt hat er nicht gesagt. Ist ja im aktuellen Haushalt auch nicht drin, weil man das ja nicht wissen konnte. Also muss er vermutlich wieder Schulden machen. Nur bei wem? Oder er kürzt. Z. B. die Pendlerpauschale komplett einstampfen. Oder in der Bildung. Oder bei der Polizei. Nur nicht bei sich selbst. Das ist wichtig.

Ich finde das schade. Habe ich mich doch so gefreut bald schuldenfrei zu sein. Geht eben nicht. Gibt es wohl doch bald eine Währungsreform, haben wir ja schon mal überlebt, vor ganz vielen Jahren. Macht nichts. Unsere Regierung wird das dann schon machen. Ich habe Vertrauen………

Und dann können auch Bankvorstände wieder viel verdienen. In ihre eigene Tasche natürlich, das haben sich sich auch verdient. Haben ja schließlich gut gearbeitet und konnten nicht wissen, dass Zocken auch mal in die Hose geht. Darüber haben sie keinen Überblick. Das hat nur der liebe Gott. Sonst keiner.

Danke. Ich habe Vertrauen……


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