Vermutlich mit der gleichen schnöden Militärmaschine wie schon auf dem Hinflug, nur diesmal nicht bequem im Sessel sondern als Fracht in einem luftdichten Zinksarg treten zwei unserer Bundeswehrsoldaten ihre frühzeitige Rückseite in die Heimat an. Gestorben bei einem feigen Anschlag fern von Zuhause. Gestorben für Deutschland…. oder… ja… für was eigentlich?
Ach ja, unser Verteidigungsminister musste schnell der schwächelnden Volksstimmung zum verlängerten Militäreinsatz deutscher Soldaten in Afghanistan entgegen treten und natürlich müssen unsere Soldaten leider (mittlerweile auch sterben) kämpfen. Gegen den Terrorismus, der ohne sie schlimmer werden würde und auch uns Deutsche treffen könnte…. tut er das nicht bereits? Gerade weil wir dort tätig sind?
Was wird man den Angehörigen erzählen? Den Frauen, Freundinnen, Kindern und Eltern der Toten? Wie wird man sie trösten? Gibt es dazu obenauf die Deutsche Flagge? Salut am Grab? Wer wird noch anderweitig an die Toten denken, außer deren Familien, wenn das Loch zu ist?
Wie lange soll das alles noch dauern? Mit welchem Ergebnis wird es enden, wenn es je enden wird? Wie viele Tote kann die deutsche Seele noch ertragen bis das Volk seinen Vertretern sagt, dass sie es beenden sollen?
Es ist traurig, dass wieder Deutsche in einem Krieg, und nichts anderes ist dieser Afghanistan-wir-bohren-Brunnen-Einsatz, sterben müssen. Beschämend ist die dünne Begründung unserer Regierenden, die uns das alles als etwas Positives verkaufen oder verkaufen müssen.
Mein Mitgefühl gilt denen, die echte Tränen an den Särgen der Toten weinen werden. Man sagt, Zeit heilt alle Wunden, ich wünsche es mir für Euch.