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Archives: April 2008

Unsere Angie, sie lässt nicht viel aus sich ins rechte Rampenlicht zu rücken, aber die Nummer war jetzt eine zu groß.

200 Künstler und welche, die es mal werden wollen haben einen offenen Brief (lieber wäre er verschlossen geblieben) an Angie geschickt, weil sie und die Musikindustrie am Hungertuch nagen und daran sind natürlich mal wieder wie immer die bösen Schwarzkopierer schuld die nichts anderes zu tun haben alles alle Leitungen weltweil zu belegen um sich den ganzen Schmonz auf ihre Festplatten zu laden. Zeit zum Hören haben sie dann zwar keine mehr aber die MI und die 200 Künstler gehen fest davon aus dass alles, was geladen wird natürlich auch gekauft worden wäre…. ja ne, schon klar.

Es wird mit nicht nachvollziehbaren Zahlen jongliert um das Thema monströs aufzublasen und uns allen zu zeigen, wie schlecht es der Musikindustrie und ihren Kinderchen doch geht (noch `nen Mercedes gefällig?). Gibt es in diesen Tagen eigentlich etwas Schlimmeres wie Schwarzkopien und Künstler, die ums Überleben ringen? Wer zahlt von diesen dort aufgeführten Künstlern eigentlich seine Steuern hier bei uns in Deutschland? Oder haben die mal eben ihre Wohnsitze in die Steueroasen verlegt, weil ihr knappes Einkommen das Zahlen von Steuern in Deutschland nicht erlaubt? Gut zu wissen, wer sich in diesem Schreiben verewigt hat, da gucke ich beim nächsten Musikkauf doch mal ganz genau hin, ob ich von dem oder der unbedingt etwas haben muss oder mich doch lieber der Konkurrenz bediene, die sich nicht durch überflüssige Briefchen an unsere Bundesangie auszeichnet und meine wertvolle Zeit verschwendet.

… oder wie darf man jetzt den neusten BND Skandal bewerten? Natürlich ist die Journalistin nur zufällig *hust* bespitzelt worden, deshalb bewart man ja deren Mails auch so lange auf, alle reiner Zufall. Und die Jungs in Afghanistan sind natürlich auch aufs höchste begeistert, gerade weil deren weltoffene Religion ein Techtelmechtel mit einer westlichen Frau rein gar nichts entgegen zu setzen hat, alles total liberal dort. Super Sache.

Nun dürfte wohl auch dem übelste Pisageschädigten Bundesbürger mit der Lizenz zum »nichts zu verbergen zu haben« auffallen, dass es dem Staat völlig schnuppe ist, ob bei seinen aus Angst vor dem Terror (der Bürger gegen seine Herrscher????) er Kollateralschäden ungeniert in Kauf nimmt. Wieviel Leute sich dann bei den abgefangenen Informationen lustig machen (heimlich, im stillen Abhörkämmerlein), ist denen ebenso ziemlich egal. Dem Chef des BND hat es zwar geschadet, aber wenn man ihn gefeuert hätte, wäre vermutlich irgendwo ein warmes Pöstchen bei guter Bezahlung für ihn drin gewesen, während es jeden normalen Arbeitnehmer unweigerlich ins die Hartz IV Ecke getrieben hätte. Es läuft so wie immer und wenn wir bisher nicht schon in einer zwar reichen, aber immerhin einer Bananenrepublik gelebt haben so bewegen wir uns mit Schallgeschwindigkeit darauf zu.

Gute Nacht, Deutschland.

2008 18 Apr

Das BKA und die Verfassungsfeinde…

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Es ist soweit, unsere beiden Freunde der deutschen Verfassung (Schäuble und seine Kollegin Zypries) habe die Onlinedurchsuchung weitesgehend im Sack.

Jetzt fragt man sich, weil man Terroristen und alle anderen, die man damit fangen aber das nicht sagen möchte, ob die wirklich so blöd wären eine Mail von, na sagen wir mal vom sachbearbeiter_steuer_2008@bka.de mit dem Anhang nachweisführung_arbeitszimmer.zip_______.exe zu öffnen. Wenn nicht, und davon geht man jetzt wohl in Mehrheit aus, muss man doch die Schnüffeltü…ähm, software anderweitig dem Berufstrroristen unter das Keyboard schieben können. Voll pfui meinen die einen, weil schon am rande der Hausdurchsuchung, nötig und möglich die anderen, wäre ja nur ein Betreten (der rechne rmeldet sich dann von alleine, damit nicht nach ihm »durch«-gesucht werden muss).

Nun haben doch einige – noch – kalte Füsse bei der Sache und zu Recht Muffe vor dem Verfassungsgericht, weil denen das mal wieder ganz kräftig auf die selbigen Treten könnte. Also nimmt man das Wort »Verfassungsänderung« in den Mund, wozu eine Dreiviertelmehrheit zusammen kommen müsste. Nun der freche Satz:

Vor einer Bundestagswahl werde eine solche schwierig zu erreichen sein. »Die Sache sollte man erst einmal fachlich und dann rechtlich diskutieren, und dann müssen die Bundesregierung und der Bundestag entscheiden, ob sie gewillt sind, diesen Weg zu gehen«, erklärte Schönbohm. »Das ist noch völlig offen.«

Aha, vor der Wahl (und dem damit in Kausalität hängenden eventuellen Machtverlust durch Stimmenschwund) haben sie Angst, um ihre eigenen dicken Pfründe, ist ja interessant. Kleiner Tipp, einfach abschaffen die blöden Wahlen, dann gibt es auch keine Schweissflecken mehr wegen Angst vor Abwahl. Haben alle Polizeistaaten so oder so ähnlich eingeführt, macht weniger Ärger mit dem Mob, ähm Bürger.

Das Tonband und die Minikamera möchte man auch gleich laufen lassen und erst einen Richter zur Entscheidung heran ziehen, was denn als geschützte Privatsphäre gilt und was nicht. Nicht dass man versucht alles zu tun um doch irgendwie am Urteil des BVerfG vorbei zu kommen, oder?

Und Unverdächtigen (also den meisten von uns hier) möchte man auch an den Kragen (überwachen), falls diese mal Kontakt zu einem Verdächtigen haben sollten. Man stelle sich also vor, man hat einen Nachbarn und auch noch ein gutes Verhältnis zu diesem. Man schnackt über`n Gartenzaun und zeigt ihm auch mal die neue Tapete im Wohnzimmer. Der liebe Nachbar ist aber ein großer Freund kleiner Kinder und läd sich auch schon mal zum Jux ne Bombenbauanleitung aus dem Netz. Terroralarm!!!!!Nun kommen, wenn man schön seinem Arbeitsverhältnis nachgeht, was sich für den guten Deutschen und Steuerzahler ja so gehört, die kleinen Wichtel vom BKA oder deren Schergen und machen mittels Schlüsseldienst (oder Generalnachschlüssel direkt von den Herstelelrn der Türschlösser…) vorsichtig, denn es darf niemand etwas bemerken, die haustür auf und schleichen in die Wohnung. Wo ist nun der PC? Such, such, durch die Räume taper, die Finger mal hier und mal da, denn auch Polizisten sind nur (neugierige) Menschen wie Du und ich und – da ist er. Nun wird Software installiert, je nachdem, wie das System geschützt ist, Kameras, Mikrofone, Hardwarekylogger und, und, und.

Wenn nun der Arbeitnehmer wieder in sein Heim zurück kehrt, wird er nichts bemerken. Liest seine Mails, läd sich ein paar schlüpfrige Bildchen (legal) runter, macht seine Steuererklärung, schimpft auch mal zu recht auf den Staat, zeigt seiner Frau die neue Stellung, die er (heimlich) aus dem Netz geladen hat und lebt sein Leben. Die Kameras laufen, die Mikrofone zeichnen auf.

Nun stellt man fest, der ist ja gar nicht so schlimm und baut heimlich wieder alles ab. Nun muss man den Betroffenen davon informieren. Macht man das nicht, hat man weniger Stress und keinen Bürger in der Klappse, weil der damit nicht klar kommt. Man verstößt aber gegen ein Gesetz… Macht man es doch wird der unschuldig Verdächtigte endlich mal kennen lernen, wie es ist, wenn bei einem eingebrochen wurde. Nur dass man das meistens gleich erkennt. Aber das Gefühl, dass andere Menschen heimlich in der Wohnung waren, vielleicht überall geschnüffelt haben, so zum Spaß und alle halten dicht, dann bekommt es ja auch keiner mit, wie sie rein und wieder raus gekommen sind, ob eventuell noch »Reste« der Überwachungsanlagen irgendwo versteckt sind, dieses Gefühl wird einem im Nacken sitzen. Einbruchsgeschädigte kommen darüber nicht immer hinweg, und in diesem Fall? Kollateralschäden, würden arrogante Charaktere nun sagen.

Ich sage, wir gehen einen gefährlich Weg und es ist kein Ende in Sicht. Menschen, die Schlimmes vor haben sind gewarnt und können Gegenmaßnahmen treffen. Der normale Bürger hat sein Leben, ist darin verwurzelt und kann das nicht. Gute Nacht Verfassung.

2008 11 Apr

Das neue Waffenrecht – Logik mal anders

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Nun haben sie es wieder getan, wie schon so oft davor wurde mal wieder unlogischer Unsinn durch das Parlament geprügelt, gehörte Experten wissentlich ignoriert und wieder mal dem Bürger »etwas weg genommen«.

Diesmal Hauptdarsteller waren die pöhsen Einhandmesser sowie alle Hieb und Stichwaffen und Messer über 12 cm Klingenlänge (feststehend). Weil die jugendlichen Kriminellen bei der letzten Verschärfung des Waffenrechts alle Angst bekommen hatten und sofort alle Butterflymesser und ähnliche verbotene Klingenware bei der Polizei abgaben, stiegen sie nun zu legalen Messer um, eben den oben genannten. So zumindest  will und das die Politik verkaufen. Dass Butterflys immer noch hoch in der Gunst unserer Edelstahlwarenfetischisten liegen hat man vermutlich wohlwollend aus den Statistiken tilgen lassen. Wer schreibt, der bleibt. Und weil man ja eigentlich das Führen aller Messer unterbinden möchte aber Muffe vor dem Aufschrei der Lobby und der Hersteller hat, macht man das eben in Salamitatik.

Nun darf man also z. B. keinen Einhandfolder mit 7cm Klinge führen, aber eben ein feststehendes mit 12 cm. Mensch, da fühle ich mich doch gleich viel sicherer, wenn der gebrochen deutsch sprechende Räuber mir nur mit so einem Messer die Geldbörse und das Handy abnehmen möchte. Natürlich darf ich Messer, die jetzt pfui bäh sind mit besonderen Gründen doch führen, sozialadäquat, als Trachtentruppe, beruflich, Picknick… als Grund zählt aber z. B. in NRW nicht die Selbstverteidigung. Aha. Ich werfe mal kurz etwas aus dem Grundgesetz ein, was den handelsüblichen Politiker eh nicht mehr zu interessieren scheint:

Artikel 2
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Also das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit ist also unseren Politikern kein so wichtiger Grund, als dass ich dafür ein Messer mit mir herum trage??? Mal abgesehen davon, ob sich ein Messer gut zur Selbstverteidigung eignet, denn das muss jeder selbst für sich entscheiden. In Notwehrsituationen habe ich leider nicht die Zeit erstmal zu testen, ob ich die Straftäter mit meinen Händen, dem Pfefferspray (ups, leider hat es nicht gewirkt, aber ich sterbe dann in dem guten Gewissen nicht gegen das Waffengesetz verstoßen zu haben…) oder eben ein paar Zentimetern Solinger Qualitätsstahl abwehren kann. Das Ganze ist nichts weiteres als eine weitere Entwaffnung der Bürger und die bösen Buben lachen sich ins Fäustchen. Denn wer ein Verbrechen begehen will (z. B. einen Raub), der wird sicherlich Knieschlottern bekommen, wenn er mit seinem Stecher eine Ordnungswidrigkeit begeht…

Unsere Politiker haben Angst. Angst vor dem Volk. In Zeiten, wo der soziale Stand vieler in den Ruin sinkt und der Mittelstand um seine Existenz fürchten muss, haben machtorientierte Leute wie eben gerade Politiker die Befürchtung eines Tages nicht mit dem Kreuzchen auf dem Wahlzettel (der irgendwann mal komplett durch manipulierte Wahlmaschinen ersetzt wird) aus dem Parlament gejagt zu werden, sondern mit den Brüdern der Forken und Mistgabel, die man nicht nur zu friedlichen Zwecken einsetzen kann. Verdient hätte es die Berliner Bande, aber leider muss man als gesetzestreuer Bundesbürger mit der Faust in der Tasche sich all den Schwachsinn angucken, denn die überbezahlten Brüder und Schwestern tagtäglich so verzapfen dürfen….


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