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Archives: Juli 2007

2007 31 Jul

Wohin nur mit den Millionen?

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Was liest man da letztens in der Zeitung? In einigen Jahren werden über 30 Millionen Euro zuviel (!!!) von den Bürgern an Solidaritätszuschlag bezahlt. Das sagt der Bund der Steuerzahler. Natürlich wird gleich heftig seitens des Finanzministeriums dementiert – zu heftig, wie ich finde. Diese Zwangsabgabe alla GEZ (nur wird damit nicht schlechtes Fernsehen, sondern mittlerweile schlechte Haushalte finanziert) sollte eigentlich einen begrenzten Zeitraum Gültigkeit besitzen, in Zeiten mieser Kassenlage wurde dieser Geldtropf für den Osten natürlich immer weiter von Jahr zu Jahr geschleppt.

Ich bin der Ansicht, dass dieses Geld endlich wieder in die Taschen der Leute gehört, denen es jahrelang abgezogen wurde. Der Osten, so dürfen wir lesen, blutet aus. Nun, wofür benötigt man dort dann all die schönen, neuen Straßen? Für die Pflegedienste etwa? Nein, kein Ossineid auf meiner Seite aber dem deutschen Steuerzahler sollte endlich mal etwas Abgabenerleichertung verschafft werden. Und nur weil Berlin nicht nur als Hauptstadt, sondern auch als Geldvernichtungsmoloch bekannt ist bedeutet dies nicht, dass ich ewig und drei Tage eine Abgabe bezahlen möchte, die vermutlich in etlichen Fällen nur noch als Haushaltsstopfer missbraucht wird.

Es wird Zeit, endlich einen Schlußstrich und den Soli zu ziehen. Jetzt, wo die Steuereinnahmen sprudeln wäre es an der Zeit, dies durchzusetzen und nicht wie Herr Struck aus der SPD meint, erst in vier Jahren mal geschaut wird, ob man denn etwas ändern möchte. Niemanden zwingt Herrn Struck von seinen üppigen Diäten freiwillig etwas zu spenden, ich für meinen Teil habe nach Jahren von Reallohnverlusten nichts zu verschenken.

2007 27 Jul

Schäuble, mein lieber Scholli

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Nein, er will es doch nicht. Unsere Justizministerin hat mal laut gedacht und gemeint, unser sicherster Rollstuhlfahrer käme auch ohne die Onlinedurchsuchung zurecht, aber nö, Wolli will nicht. Dabei beharrt der Mann derart auf diese einschneidende Möglichkeit der Ermittlungen, dass man meinen könnte er solle sich entweder von seinen schlechten Beratern trennen oder von den Tabletten mit diesen komischen Nebenwirkungen, wo man überall bärtige Leute mit einem Turban auf dem Kopf sieht.

Die SPD, die sich mittlerweile in den Umfragen dramatisch der FDP annähert (was die Prozente angeht…), will Widerstand leisten. Und in Karlsruhe ist diese hinterhältige Form der Hausdurchsuchung auch schon.

Das Bundesverfassungsgericht verhandelt am 10. Oktober in einem viel beachteten Verfahren erste Verfassungsbeschwerden gegen die Lizenz zur Online-Durchsuchung im nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzgesetz. Im Februar hatten die Mülheimer Autorin Bettina Winsemann (alias Twister), drei Rechtsanwälte sowie ein Mitglied der Linkspartei Karlsruhe wegen einer Reihe von Vorschriften in der neuen Rechtsgrundlage für die Arbeit der NRW-Verfassungsschützer angerufen. Insbesondere griffen sie dabei die erstmals offiziell eingeführte, einen Richtervorbehalt nicht vorsehende Befugnis für Sicherheitsbehörden zu heimlichen Online-Durchsuchungen an. Um eine vergleichbare Lizenz zu Online-Razzien für das Bundeskriminalamt (BKA) ist in der Regierungskoalition ein heftiger Streit entbrannt.

Das Ergebnis wolle man erstmal abwarten. Wie? Keine eigene Meinung, liebe SPD? Muss mal wieder das Bundesverfassungsgericht Politik machen, weil Ihr das nicht beherrscht? *kopfschüttel*  :roll:

2007 27 Jul

Werbung, Werbung, Werbung

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Laut einer EU-Richtlinie dürfen nun Sendungen alle 30 Minuten unterbrochen werden. Bestimmte »Leckerlies«, wie z. B. der »dezente« Hinweis auf den nächsten Film u. ä. wird dabei nicht als Werbung betrachtet. Nicht dass alle Spots grottenschlecht wären, aber die Dauer, die Platzierung und die Lautstärke der Werbung ist mittlerweile ein derartiges Ärgernis geworden, dass ich mir kaum noch einen Film anschaue. Auch die Schnippelschere wird gerne angewendet, um Actionfilme »jugendgerecht« zu vermitteln.

Demnächst läuft der Film nur noch in einem kleinen Fenster rundum umzingelt von nervigen Klingegedöhns, Ratespielen, den neusten Putzmitteln und sonstigen, lebensnotwendigen Dingen des täglichen Lebens.

Aber auch hier gilt: die Glotze hat einen Schalter zum Ausmachen. Tolle Erfindung, dann kann man sich mit vielen anderen sinnvollen Dingen beschäftigen und sich dabei auch noch bewegen! Also, make it so!

2007 27 Jul

Tour de Dope

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Anders würde ich dieses merkwürdige Fahrradrennen in Frankreich schon nicht mehr nennen. Anstatt für Adidas, Puma und Nike werben die Profis für irgendwelche unaussprechlichen Chemikalien oder Verfahren mit denen nicht die Potenz, aber die Muskelpower erhöht werden soll. Was dabei mit Niere, Leber und sonstigen lebensnotwendigen Organen geschieht, scheint diesen Leuten schnurzpiepegal zu sein. Traurig.

Nachdem die Öffentlichen Rechtlichen scheinheilig den Gebührenhahn dicht gedreht haben und aus der Tour »ausgestiegen« sind, sind gleich die Raffzähne der privaten Konkurrenz auf das ausgezerrte Pferd gesprungen. Da den Privaten eh nichts heilig ist und nur der Zaster regiert ist es auch völlig Wurst, dass der Zuschauer nun total für dumm verkauft wird. Ist aber auch selber schuld, denn jede Glotze hat einen Ausschalter.

Man sollte nun schnellstens seitens der Betreiber und Verantwortlichen diese Volksverdummung auf zwei Rädern beenden. Sportler, die mit Doping erwischt werden sollte man lebenslang sperren, damit deren Existenz derart bedroht ist, dass es sich doch hoffentlich noch ein paar überlegen werden, ob sie sich den Chemiecocktail in die Adern hauen oder nicht.

Gute fahrt, wohin auch immer.

2007 19 Jul

Wunder?

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Manchmal denke ich, gibt es Wunder wirklich. Nach einem langen Gespräch wurde mir offenbart, dass ein Auszug nicht mehr in Frage käme und es scheint als ob ein Knoten geplatzt ist, Verstehen und eine andere Sichtweise hat jetzt den Platz von Blockade und Unverständnis eingenommen.
Danke.
Eigentlich weiß ich nicht so recht, womit und ob ich das überhaupt verdient habe. Die gebremste Freude über diesen Wandel setzt sich sich um in eine freudige Sicht in die Zukunft. Keine Frage, es gibt viel zu tun und noch ist nichts so, wie es in einer funktionierenden Gemeinschaft sein sollte – bis dahin werden wir noch viele Schritte gehen müssen aber ohne Erkenntnis gibt es eben keine Lösung und keine Wege. Und das ist schon mal eine wichtige Voraussetzung.
Ich weiß nicht, wem ich dafür danken kann. Aber dass ich dankbar bin fühle ich in mir. Das waren ein paar harte Wochen, eher Monate und ich möchte jetzt zu zweit nach vorne sehen und nicht mehr zurück. Vergangenes muss vergangen bleiben und das ist auch gut so.

2007 13 Jul

Gefühle

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Momentan eher ziemlich wellig, mal rauf, mal runter, mal positiv, mal depressiv. Fies. Tragisch. Traurig. Aber das ist so, wenn Beziehungsproblematiken ihre Wege suchen, um das eigentlich schöne Miteinander empfindlich zu stören. Dann mag das Einfachste vom Einfachen nicht mehr klappen. Mittlerweile klar geworden: Eine örtliche Trennung dürfte unumgänglich sein, denn so wie es jetzt ist, lässt sich bestimmt nichts wieder herstellen. Das weiß der Kopf. Das Herz tut sich schwer.

Aber nun findet mal eine Wohnung, besonders zur Miete und mit Hund. Das ist wie Spießrutenlaufen. Fast so schlimm wie mit kleinen Kindern.  Gerade (oder auch) auf dem Land, raus aus der Stadt, die grüne Lunge und die Ruhe genießen. Aber leider eben meist ohne Hund. Doof das.

Die ersten Tage haben Leute, mit denen ich sprach, unsere Lösung eher schlecht gemacht. »Trennung auf Raten«, »Ziehen lassen und gar nichts tun« waren da so die Aussagen. Mehr und mehr höre ich jedoch positive Töne. Besonders schön ist, dass alle Seiten traurig sind und uns Harmonie nachsagen. Team, passen gut zusammen, etcblabla. Interessant. Und schön. Freunde und richtige (!) Menschen zu kennen ist in solchen Situationen wunderschön. Nun macht es sich »bezahlt«, dass man in etlichen Fällen selbst »Mensch« ist und geholfen hat.

Ich danke allen, die uns ihr Unterstützung zugesagt haben.

2007 4 Jul

Entscheidungen…

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… sind manchmal sehr hart. Besonders dann, wenn gemachte Fehler und ein langer Zeitraum einem der Partner die Kraft nehmen, ohne die er eine Beziehung nicht aufrecht erhalten kann. Dann wird es Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Gut ist es, wenn beide an der Beziehung festhalten möchten, weil doch gerade die gemeinschaftliche Entwicklung viel Positives gebracht hat. Das Ecken- und Kantenabschleifen mit einem neuen Menschen entfällt. Aber natürlich hat es auch negative Seiten, denn die schlechte Vergangenheit, Verletzungen und gemachte Fehler wollen verziehen werden, denn sonst bilden sie eine schwere Belastung.

Nun ist sie gefallen. Eine Seite hat sich dafür entschieden auszuziehen. »Auszeit« zu nehmen, jedoch nicht eine Trennung zu vollziehen. Ruhe haben wollen, das Herz heilen lassen, Kräfte zurück gewinnen, was in der jetzigen Form nicht machbar war, soll nun räumlich getrennt voneinander geschehen. Trennung auf Raten? Das wird verneint. Aus den Augen verlieren? Nein, der Kontakt soll gehalten werden, die Partnerschaft soll bestehen bleiben. Ist das machbar? Oder nur die Träume zweier weltfremder naiver Menschen, die sich nicht eingestehen wollen, dass es zu spät ist?

Wie sagt noch das Sprichwort: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

2007 4 Jul

Hot Fuzz – die Polizei mal ganz anders

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Ein Polizist in einer britischen Grossstadt mit Verhaftungsraten jenseits von Gut und Böse. Genau, pedantisch, liebt nichts mehr als seinen Beruf und dann….. wird er in ein kleines, veträumtes Nest ver
setzt ohne sich dagegen wehren zu können. Mit Kollegen, denen das Wort »Schwachsinn« wahrlich nicht fremd sein düfte.

Streife, Routine und die ersten Bürgerkontakte lassen ahnen, dass das noch nicht alles sein wird, denn eine unheimliche Unfallserie verlangt bald schon dem Cop alles ab….

Der Film fängt witzig an, so dass man meinen könnte, es handele sich um eine typisch englischhumorige Komödie, aber man wird bald eines besseren belehrt. Man muss feststellen, dass der Film ab 16 ist und das zu Recht. Fiese Splattereffekte und so böser Witz, dass einem manchmal das Lachen im Halse stecken bleiben möchte, tut es aber nicht. Der Film ist fies, brutal und satirisch. Prädikat wertvoll erhält der Showdown in bester »Spiel mir das Lied vom Tod« Manier, naja fast ähnlich jedenfalls….  :roll:

Man muss ihn mögen, aber er ist die Zeit wert, die man zum Schauen investiert.

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