Schäuble kriegt (Maul)schellen

On 25 April, 2007, in Politik, by Mambodancer

Wenn man mittlerweile die Medien verfolgt wird das Thema der Schäublen Version von Sicherheit mittlerweile kontrovers diskutiert. Die Schelte des Bundesdatenschutzbeauftragten, Peter Schaar, bei der Übergabe des Datenschutzberichtes 2006 muss gesessen haben.

Der Datenschutzbeauftragte Peter Schaar hat der Bundesregierung mangelndes Engagement für den Datenschutz der Bürger vorgeworfen. Das Grundrecht auf Datenschutz habe nicht mit dem technologischen Fortschritt mithalten können, erklärte Schaar anlässlich der Vorstellung seines Jahresberichts in Berlin. »Technologisch ist eine Totalüberwachung heute bereits möglich«, sagte Schaar. Der Gesetzgeber müsse die Daten der Bürger »vor Ausforschung, Registrierung, Manipulation und Missbrauch« schützen.

Schäuble verteidigt zwar fleissig seine Eingaben aber trotzdem scheint das System zu haben. Die größt mögliche Forderung stellen, mit dem Wissen, dass man das eh nie durch bekommt und dann zumindest den Kern als Gesetz einführen, wobei sich Bürger, Medien und Experten auf den verschiedenen Schlachtfeldern gegenseitig das Pulver stehlen.

Aber, liebe MitarbeiterInnen der Sicherheitsbehörden, Verwaltung und Politik: Auch ihr werdet alle überwacht werden. Auch Eurer Privatleben geht den Bach runter. So geil mancher von Euch darauf sein mag, so sehr wird er selbst Betroffener sein und wo bitte schön steht, dass Ihr die besseren Menschen seid? Richtig, nirgends, auch unter Euch gibt es genügend schwarze Schafe, die es dann eines Tages so richtig erwischen wird. Was ich meine? Na, z. B. Informanten für die Presse. Beim Auffinden von internen Schwachstellen braucht man demnächst nur noch die Telefon- und Internetdaten des schreibenden Reporters durchsuchen. Man wird Dich also finden…

Was kann man dagegen tun? Nun, ich fürchte, auch wenn man nichts Illegales dagegen tun möchte und sich von solchen Dingen distanziert, so weiß doch niemand ob nicht die legalen Gegenmaßnahmen von heute morgen illegal sind. Und vielleicht bedarf es eines Tages den Eingriff eines technisch Kundigen in einen Behördenserver, um dieses Grundgesetzfeindliche Tun aufzuhalten (bevor es andere lustige Hacker machen und ich noch mehr Spam als vorher bekomme, diesmal nur besser auf mich zugeschnitten, weil man dann ja weiß, welche Websites ich besuche und mit wem ich telefoniere….).

Wer weiß, ob Verschlüsselung in Zukunft noch erlaubt sein wird oder nur unter strengen Auflagen (z. B. Nachschlüssel für die Sicherheitsbehörden)?

Wir dampfen volle Kanne in die DDR zurück, nur diesmal besser in Version 2.1.2.7….

 

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