Genau. Alle sind am Jammern, dass sie kein Geld haben – der Staat ist total klamm, also warum soll der rechtstreue und »habe-nix-zu-verbergen«- Bürger nicht einfach den Freund und Helfer, also die Polizei, mal eben nach dem Rechten schauen lassen? Genau. Dazu starten man einfach seinen PC, loggt sich ein in Internet, startet die Kamera und das Mikrofon und warte ab, bis ein Beamter frei ist und den Rechner sowie seine Umgebung durchforstet.

Man ist ja wie bei einer richtigen Durchsuchung als Zeuge dabei, also kein Problem mit der StPO. Und der Beamte muss gar nicht erst persönlich vorbeischauen, spart Anfahrtskosten, Personal und mitgebrachte Zeugen (wird gerne gemacht bei HDs). Nebenbei: So schafft der Beamte viel mehr Durchsuchungen am Tag wie sonst. Und wenn eben Zufallsfunde auftreten wie böse kopierte Betriebssysteme, Fotos von Dingen, von denen ich hier gar nicht weiter schreiben möchte, Filmchen, gerippte CDs und DVDs, eventuell ein rechtsradikales Büchlein im Regal (Kamera sei dank entdeckt!) und und und folgt die kleine Strafe auf dem Fuße, man war ja einsichtig und hatte nichts zu verbergen….

Aber richtige Tipps für das Verhalten bei Onlinedurchsuchungen gibt es nur im JurBlog.de:

Im Folgenden möchte ich, da die Behörden die Online-Durchsuchung unter § 102 StPO (Hausdurchsuchung) subsumieren, auf praktische, technische und juristische Probleme eingehen. Dabei zeigen wir zunächst den Normalfall (Hausdurchsuchung) und übertragen diese auf die Online-Durchsuchung….

Weiterhin gibt es auf TAZ.de ein schönes Interview mit Dr. Schäuble, in dem er offen und ehrlich zugibt:

taz: Herr Schäuble, sind Sie der ranghöchste Hacker Deutschlands?

Wolfgang Schäuble: Nein, ich komme in keinen Computer rein, ich weiß auch kaum, wie die Polizei das macht. Ich weiß gerade mal so, was ein Trojaner ist.

Ist doch schön zu wissen, das der Mann zu gibt keine Ahnung zu haben, aber vor dem Bürger so tut als ob er weiß wovon er spricht…. :roll:

Außerdem bin ich anständig, mir muss das BKA keine Trojaner schicken.

Öhm, wie war das jetzt noch mit dem schwarzen Koffer und den 100.000 Mark? Ach, lassen wir das, vergeben und vergessen (und verjährt). :mrgreen:

 

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