Zu Recht, muss man meinen. In der heutigen Zeitung findet sich wieder ein Artikel zum Thema. Interessant dabei ist, dass man wohl schon die zukünftigen Einnahmen in seine Budgets verplant hat. Das wäre ja ungefähr so, als ob ich meine zukünftigen Lohnerhöhungen in meine Immobilienfinanzierung einrechnen würde….
Selten so einen Unsinn gelesen. »Man könne auf das Geld nicht verzichten«. Komisch, denn gerade die Öffentlich-Rechtlichen nehmen alleine mit den Gebühren mehr ein, als die gesamten Privaten mit ihrer Werbung, und die kommt bei ARD&ZDF noch obendrauf. Wer mit soviel Geld nicht auskommt und auf der Suche nach einer jüngeren Klientel das Programm der Privaten z. T. auch noch abkupfert, muss sich die Frage gefallen lassen, wieso man mehr Geld für weniger eigene Ideen und Qualität benötigt.
Da ist doch was faul im Lande. Zwar werden die nunmehr anfallenden Gebühren von 5,52 (Radiogebühr) nicht unbedingt als Einzelsumme den Selbstständigen in den Ruin treiben, aber es ist wie bei so vielen Gebühren die Gesamtsumme, die weh tut. Und besonders dann, wenn man die beliebte Begründung seitens der GEZ& Co anbringt, man halte ja »ein Empfangsgerät bereit«. Ob man es nutzt, ist denen völlig Schnuppe.
Ich bin klar dafür, dass man das System so umstellen müsste, dass nur der zahlt der es auch nutzt. Das lässt sich heutzutage mit technischen Mitteln einfach bewerkstelligen.
Und zu guter letzte: »Am Grundsatz der Gebührenpflicht dürfe jedenfalls nicht gerüttelt werden, sonst könne man den Laden zumachen.« Ja, wieso denn eigentlich nicht? Alle anderen Haushalte müssen auch mit immer weniger Geld auskommen und zusehen, wie sie ihren Lebensunterhalt finanzieren. Dichtmachen muss man da gar nichts aber eventuell mal darüber nachdenken, ob eine Zwangsgebühr überhaupt noch zeitgemäß ist. Für ein abgekupfertes Programm kann man auch Werbung schalten, große Unterschiede gibt es ja eh kaum mehr.
