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Archives: August 2006

2006 25 Aug

Erste Verwarnung

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Nun ist es soweit, wir haben die erste Verwarnung im Forum aussprechen müssen. Nachdem sich drei Mitglieder über die Art und Weise und den Ton eines anderen beschwert hatten und auch wir schon des Öfteren mit diesem im Klinsch lagen, wurde unter den Mods in Absprache die erste Verwarnung ausgeteilt.

Es kam, wie es kommen musste, das Mitglied zeigte keine Einsicht, machte die Aktion lächerlich und drohte dem Team, ob dies denn eine gute Idee sei. Wie nun die Umsetzung aussieht, haben wir uns bereits gedacht: Er taucht nicht mehr auf und mit ihm einige Mitstreiter, die das Forum in letzter Zeit ziemlich mit Spam strapaziert hatten.

Wenn es denn so sein soll, gut. So landen wieder zwar wenige, aber zumindest Themenbezogene Beiträge im Forum und den Mods wird etliches an unnötiger Arbeit erspart.

2006 25 Aug

Die Kult-Cops sind zurück

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Gestern Abend war es soweit, gemütlich im Kinosessel habe ich mir die Rückkehr der beiden Edelwäsche-Cops angeschaut. Miami Vice auf der großen Leinwand. James „Sonny“ Crockett und Ricardo Tubbs legen in teurem Tuch wieder mal große Gangster (und auch Frau(en) aufs Kreuz.

Dabei hat der Film keine einzige Länge, vergeht wie im Fluge und hat keinen Platz mehr für die weitere Ausarbeitung der Charaktere – leider. Hart, konsequent, als ob schon tausendmal durchgespielt spulne die beiden Polizisten ihr gigantisches Können ab. Ob nun Ballern, Kloppen, Fliegen, Boot- oder Autofahrer, sie sind überall klasse. Nichts, was sie nicht können und so kommen sie etwas wie Maschinen rüber, ohne die vielfältigen menschlichen Regungen ihrer Serienvorgänger zu erreichen, denen man den Schmerz, die Freude und die Wut so oft glaubhaft angesehen hat.

Man darf den Film und die Serie nicht nebeneinander stellen, sind sind zu unterschiedlichen Zeiten entstanden. Waren die beiden Serienhelden cool und locker, so sind die beiden Nachfolger eher ernst, düster und fast schon zu professionell.

Leider hat der Film (die Rettungsaktion einer Kollegin) auch ein logische Lücke. Trotz Zeitdruck der Auftraggeber, die sie infiltriert haben, tauchen sie plötzlich am anderen Ende der Stadt auf und machen die bösen Buben platt.

Das Ende ist wieder mal typisch Miami Vice, indem Glück und Unglück so dicht beieinander liegen und lässt den Zuschauer doch noch etwas Gefühl spüren, wenn auch nur wenig. Die Action ist hart, besonders die Schießerei zum Schluß hin und zeigt eben die harte Linie des Films.

Sehenswert, ohne langweilig zu sein, keine Frage. Aber man fiebert nicht mit und die Figuren bleiben blass und eindimensional.

miamivice-poster1.jpg

2006 23 Aug

Wiederentdeckung der analogen Fotografie

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Bei Ebay gibt es sie günstig, analoge Kameras der absoluten Topklasse, die vor kurzer Zeit noch die Königinnen der Fotografie gewesen sind: Spiegereflexkameras.

Ich habe mir dort eine zugelegt und lauer noch auf ein etwas »größeres« semiprofessionelles Modell. Schnell betriebsbereit und Bilder von bester Güte machen diese z. T. mehr als zehn Jahre alten Kameras aus. Und sie sind für Preise zu haben, die vor wenigen jahren undenkbar gewesen sind.

Da ich eigentlich gerne Bilder mache, mir jedoch eine digitale SLR einfach zu teuer ist, habe ich diesen Weg entdeckt und meine alte Ausrüstung hervorgekramt. Nun werde ich sie mit einigen gebrauchten Zusatzteilen wie externen Blitz und anderen Objektiven vervollständigen und dann mal wieder auf die »Jagd« gehen.

Nachteil ganz klar, dass man auf die Entwicklung warten muss und die Bilder nicht sofort betrachten kann. Auch ist das Überspielen in den Computer aufwendiger. Aber in Abbildungsleistung und Auflösung kommt da so schnell nichts Bezahlbares ran. Ein Kleinbildfilm soll eine ungefähre Auflösung von 25 Millionen Pixeln haben. Das ist gerade dann wichtig, wenn man von seinen Schätzen Vergrößerungen machen möchte, die den DIN A4 Rahmen schnell sprengen und somit auch eine höhere Auflösung benötigen.

Dafür ist ein bereits geschossenes Foto nicht mehr zu bearbeiten oder zu löschen. Wenn es also nichts geworden ist, erfahre ich dies meistens erst nach der Entwicklung. Aber dieses Risiko ist es mir wert, denn günstiger forografieren geht momentan mit einer SLR nicht.

Der Terrorwahnsinn läuft weiter Amok. Nun melden sich auch die Politiker zu Wort, die bisher gar nicht gehört und gesehen wurden und im Rahmen der Fast-Anschläge auch mal was sagen möchten.

Bei Heise Online gibt es einen Artikel dazu.

Schleswig-Holsteins Justizminister Uwe Döring (SPD) fordert für den Kampf gegen den Terror Einschränkungen bei der Anonymisierung im Internet. Das Unabhängige Landeszentrum für den Datenschutz (ULD) in Kiel müsse umgehend ein Anonymisierungsprogramm aus dem Netz nehmen, das sich jeder kostenlos herunterladen könne, fordert Döring weiter. »Es ist nicht mehr zu verantworten, Steuergelder für ein Projekt bereitzustellen, das es Terroristen und Straftätern aller Art ermöglicht, unentdeckt Straftaten zu begehen.« Das ULD wies Dörings Forderung als unbegründet zurück.

Stimmt! Voll meine Meinung! Dann bitte auch keine Steuergelder mehr für die Autoindustrie, denn viele, viele Straftäter und Megakriminelle, besonders Kinderschänder und raubmordende LKW-Fahrer greifen auf dieses beliebte Tatmittel zurück, um ihre schrecklichen Verbrechen zu begehen.

Natürlich nutzen die Terroristen unser AN.ON System, und nur das, denn es gibt ja keine (ausländischen) Anonymisierungsdienste. Deswegen muss das auch schnell – pfui, pfui – abgeschafft werden.

Vielleicht sollte dieser Politiker während der Parlamentssitzungen nicht nur Bildzeitung lesen….

2006 20 Aug

Terror, überall Terror!

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Nach den Kofferbomben und der ersten Festnahme in Kiel ist nun auch die Angst in Deutschland groß, Opfern einesAnschlages zu werden.

Doch man darf eines nicht vergessen: Wir begeben uns durch unsere Aktivitäten im Ausland selbst ins Visier dieser Menschen. Und unnötige Hysterie und weitere Gesetzesverschärfungen und Einschränkungen der Bürgerrechte bringen nur den Terroristen Siege, die ein freies, ohne Gewalt versehenes Leben nicht gewohnt sind und uns auch wegen dieser Freiheit hassen. Diese bauen wir nun weiter und weiter ab, bis wir Big Brother noch überbieten – totaler Schwachsinn. Das zeigt gerade England, in dem die Überwachung mittels Kameras (London) wohl die höchste ist, die man bieten kann.

Auch bei uns hat die Kamera nicht, aber auch gar nichts verhindert. Sie dient im Nachhinein der Aufklärung, mehr nicht. Wobei die Behörden mal wieder verschweigen, wie sie denn nun genau auf diesen Mann gekommen sind, den sie gestern in Kiel festnahmen. Man munkelt sogar etwas von einem ausländischen Geheimdienst.

Ich zumindest möchte weiterhin meine Freiheit nicht gegen Sicherheit tauschen. Denn was bei dauerndem Denken an Anschläge bei herauskommen kann, kann man hier schön lesen.

Die Angst vor dem Terror treibt absurde Blüten: Passagiere eines britischen Ferienfliegers erzwangen den Rauswurf zweier angeblich verdächtiger Männer. Der Grund: Sie sahen »asiatisch« aus, wie einige der meuternden Passagiere befanden, trugen die falsche Kleidung – und sprachen Arabisch.

und

Die aus der Maschine geworfenen Männer wurden von spanischen Sicherheitskräften verhört, ohne dass sich irgendwelche Verdachtsmomente ergaben.

Wie krank sind wir eigentlich schon? Auch auf einem Bahnhof hier in Deutschland hätten sich Bürger beschwert, ein ausländisch aussehender Mann mit einem »schweren Trollie« sei ohne Kontrolle an Beamten der Bundespolizei in den Bahnhof gelangt. Wenn das so weiter geht, endet das schlimm.

Dann ist natürlich jeder Schwarzafrikaner ein Drogendealer, jeder Russlanddeutscher ein Räuber und nicht zu vergessen, jeder Deutsche ein Nazi.

Gute Nacht Deutschland.

2006 19 Aug

Neuer Mod

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Zum ersten mal habe ich in meinem Forum einen fremden Menschen hohes Vertrauen geschenkt und ihn zum Moderator gemacht. Nein, ich kenne ihn nicht persönlich sondern nur aus dem Netz. Doch hat mich seine Art und Weise beeindruckt, und da unser Forum weiter wächst sind auch mehr Augen gefragt, die sich das Treiben der Mitglieder anschauen.

Eine Menge neue Ideen hat er auch gleich mitgebracht, die ich zum Teil schon umgesetzt habe. Ich hoffe, dass er bei der Stange bleiben wird, denn vernünftige Mods zu finden ist so einfach nicht.

2006 19 Aug

am 9.9.2048 bin ich tot

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Schon irgendwie erschreckend wenn auch etwas älter, die Todesuhr. Ich habe dort mal meine Daten eingegeben und meinen exakten Todestag ausgewertet bekommen. Meine noch verbleibenden 43 Jahre werde ich wohl nutzen müssen, komme, was wolle.

Aber beruhigend zu wissen, wann das Licht ausgeht.

2006 13 Aug

Ist Ihr PC internetfähig?

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Auch im aktuellen Spiegel Nr.32 findet man in den Leserbriefen so richtig niemanden, der die idee für gut hält, künftig internetfähige Rechner GEZ pflichtig zu machen. Mehr und mehr wird das Argument, man könnte ja eventuell hören und sehen (am PC, technisch gesehen natürlich) und halte ein »Empfangsgerät« bereit, nicht mehr als stichhaltig angesehen, denn wenn dem so ist, gibt es weitreichend schöne Gründe damit auch anders umzugehen:

  • »Tja, dann werde ich mal ganz schnell Kindergeld beantragen. Ich habe zwar noch keine Kinder, aber das Gerät ist vorhanden.«
  • »Noch effektiver wäre es, jedem Neugeborenen einen (gebührenpflichtigen) Empfangschip zu implantieren – zwecks »informationeller Grundversorgung.«
  • »Ich werde mich jedenfalls weigern, für etwas zu bezahlen, was ich nicht haben will.«
  • »Tipp an die Öffentlich-Rechtlichen: Versenden Sie Zusammenfassungen Ihrer Sendungen ungefragt an alle Faxanschlüsse und erklären Sie dann Faxgeräte zu neuartigen Rundfunkempfangsgeräten.«
  • »Verbreiten Sie Ihre Inhalte über RFID-Chips als Beilage zu jedem Artikel – so werden schließlich auch Hühnerbeine zu neuartigen Rundfunkempfangsgeräten.«
  • »Schließlich kann ich auch nicht zur Lottogesellschaft gehen und zehn Millionen Euro einfordern, nur weil ich irgendwann in Zukunft vielleicht mal einen Schein ausfülle und natürlich nicht abgebe, da ja die Bereitstellung genügt.«

Grundsätzlich gibt es technische Möglichkeiten, Content über das Internet nur einer bezahlenden Gruppe zur Verfügung zu stellen.

Oftmals sind gerade Firmenrechner technisch durch Firewalls so abgesichert (von brauchbarer Softwareinstallation mal ganz zu schweigen), dass man mit ihnen zwar surfen kann, jedoch Streams von Ton und Bild gar nicht durchgelassen werden.

Aber hier wird ja jeder Schwachfug mit der »Grundversorgung« begründet. Wer benötigt das heute noch?

2006 13 Aug

Komplott und Anschläge

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Verschwörungstheorien gibt es vermutlich, seit der Mensch aufrecht laufen und eigennützig denken kann.

Zu den Anschlagsversuchen jüngst in London habe ich mal den Wayne Madsen Report gefunden. Wer der englischen Sprache mächtig ist, findet hier reichlich Futter von einer Seite, die mittlerweile in der Content Filtersoftware »DansGuardian« als »bad site« in die Blacklist aufgenommen worden ist.

2006 12 Aug

Vereitelte Anschläge – deutsche Hysterie

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Nach den in England vermeintlich verhinderten Anschlägen treten wieder mal die immer gleichen Politiker vor die Medien und fordern schärfere Gesetze. Leider hat sich bei diesen doch wohl intelligenten Menschen immer noch nicht herumgesprochen, dass gerade in London Bürgerrechte nicht gerade zur Tugend der dortigen Behörden gehören.

Jetzt mag man meinen, genau dies habe den Anschlag vermieden, doch die eigentliche Info soll ja aus Pakistan gekommen sein. Soviel zu schärferen Gesetzen.

Ob unsere Jungs von der uniformierten Truppe vor jedem Flughafen einen Panzer hinstellen oder nicht, dass wird nichts an den Absichten zu allem entschlossener Menschen ändern. Sie werden höchstens immer rafinierter und passen sich ihren Fehlern schnell an.

Und verfassungsmäßige Grauzonen mit der immer weiter führenden Zusammenarbeit zwischen Polizei und Geheimdiensten auszufüllen, geht wohl auch etwas am Willen unserer Verfassungsväter vorbei. Aber wenn die Verfassung nicht mehr zum Thema passt, muss man sie halt ändern, gell?

Kleiner Kommentar passend zum Thema aus dem heutigen Weserkurier.

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