Computerspiele schulen kognitive Fähigkeiten

On 30 Juli, 2006, in Technik, by Mambodancer

Ein PC Welt Artikel.

Nach Meinung des Trendforschers Matthias Horx schulen Computerspiele die kognitiven Fähigkeiten, auf die es in der Arbeits- und Wissenswelt des 21. Jahrhunderts ankommt.

»Computerspiele sind in einer unglaublichen Art und Weise differenziert geworden, in einer Komplexität, dagegen ist jedes Schachspiel langweilig und dumm«, meinte Horx in einem Gespräch mit der dpa in Frankfurt. Der Vater des Zukunftsinstituts in Kelkheim am Taunus kritisiert die allgemeine Vorstellung, dass Lesen dem Spielen am Computer überlegen sei. »Da wird Kulturdünkel aufrechterhalten. Man möchte immer die alten Kulturtechniken behalten, und deshalb definiert man alle neuen erstmal negativ.«

Also Ballern für den großen beruflichen Erfolg? Nun, in einer Elbogengesellschaft, wie der unsrigen, bestimmt eine zwar recht grobe, aber taugliche Variante sich durchzusetzen. Hauptsache die erzielten Frags stimmen… ;)

Beispielsweise werde das Online-Rollenspiel « World of Warcraft « weltweit von sieben Millionen Menschen, darunter rund einer halben Million in Deutschland, gespielt. In diesem Spiel ließen sich vor allem »Kooperation, Kampf um Konkurrenz, strategisches und taktisches Denken« erlernen, so Horx.

Hört sich glatt nach einem Einsatz im Kongo an… :(

»Die Bedenkenträger sind vor allem die Medien. Und dann gibt es immer eine Menge von Leuten, die ihre alten Privilegien gegen die »Newcomer« verteidigen wollen. Das ist eine unselige Tradition von der Kirche bis heute«, sagte Horx.

So lange Computerspiele fast ausschließlich mit Erfurt und Co in Verbindung gebracht werden, wird sich das in den Köpfen der meisten Menschen auch nicht ändern – leider.

 

Comments are closed.

This blog uses DigoWatchWP an anti-fraud plugin for Wordpress.

Bad Behavior has blocked 464 access attempts in the last 7 days.