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Archives: Juni 2006

2006 29 Jun

Sanierungsfall vs. Steuererhöhungen

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Nun ist es uns Deutschen ja offiziell bekannt gegeben: Deutschland ist ein maroder Haufen angesammelter Hütten nebst verarmter Einwohner.

Dafür, dass sich zwar noch nicht die Mehrheit arm fühlt, es aber bald werden könnte, dafür sorgt unsere lustige Faschingstruppe in Berlin, die tatsächlich den Wähler für so blöd hält, dass man immer wieder behauptet, wir hätte das so gewollt und das so gewählt.

Leider kann ich mich nicht erinnern, irgendwen dieser Koalition meine Stimme geliehen, zu haben. Ich habe mich dazu entschlossen, meine Stimme bei Wahlen nur noch zu leihen, zu oft bin ich enttäuscht worden und möchte sie mir dann schnellstens wieder holen.

Wozu benötigt man über 600 hungrige Mäuler, die man mit teurem Steuergeld stopfen und nähren muss, wenn doch jeder Zweitklässler einem die Steuern erhöhen könnte? Genau das ist nach einer der gewaltigsten Erhöhungsorgien heute in Berlin gerade wieder geschehen:

Pendlerpauschale, Sparerfreibetrag, Kindergeld etcblabla. Alles zusammen gestrichen. Mit der Mehrwertsteuererhöhung nächst Jahr gibt das eine richtige Klatsche für unsere Portemonnaies. Ich habe das mal kurz für mich überschlagen:Wenn ich nichts wirklich teures kaufe wie z. B. ein Auto, dann kostet mich der »Spaß« im Monat locker zwischen 70 und 100 Euro. So cirka eben. Urlaubsgeld? Schon lange nicht mehr gesehen. Weihnachtsgeld? Was ist denn das? Gehaltserhöhung? Pustekuchen, für »sichere« Arbeitsplätze in den Rachen der Arbeitgeber geworfen. Nur haben die sich nicht an die Abmachung gehalten. Gemein. Also eine faktische Gehaltskürzung unserer Regierung, mein Arbeitgeber ist ihr schon lange voraus geeilt…
Und mit der Gesundheitsreform hat man sich, ausser mit ein paar Schnellschüssen, noch nicht vor die Tür getraut. Klasse. Und nun kommt die Preisfrage: Wer hat unsere Steuerkohle verheizt? Wer müsste dafür gerade stehen? Wer hat die Schulden gemacht? Und viel schlimmer noch: Kommen wir aus diesem Loch jeh wieder raus?

Bei dem Gedanken könnte man langsam anfangen Angst zu bekommen…

Ich habe mich nun dazu entschlossen, die Sternchen wieder rauszunehmen. Sollen es die Suchmaschinen doch finden und katalogisieren. Denn von der Seite, wie es Christian sieht, hatte ich die Angelegenheit noch gar nicht betrachtet.

Doch wenn man wirklich seine Webseiten mit all dem Schmutz bestücken würde, unter denen diese subtilen »Gewächse« etwas zum Stillen ihrer Lust suchen, was würden die anderen Besucher sagen? Hätten sie dafür Verständnis?

2006 28 Jun

Parkautomaten und die Mathematik

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Es ist mir nicht zum ersten Mal passiert: Man kommt vom Einkaufen wieder und hat natürlich sein Auto nicht im Parkverbot, sondern in einem dieser kameraüberwachten, von 400 Euro Rentner verwalteten, sauteuren Parkhäuser abgestellt. Nun fummelt man den Parkschein aus seiner Tasche, schiebt ihn in den Automaten und stellt fest, dass es mal wieder so teuer ist, dass man nicht genügend Kleingeld mit sich führt, um das zu bezahlen. Also flux den Schein herausgefischt und in die gierige Automatenlucke geschoben.

Abgezogen ist die zu schuldene Summe schnell und einige Sekunden später purzelt das Restgeld in den Schacht. Beim Nachzählen der Geldstücke – Scheine gibt der Automat nicht wieder, auch wenn es sich um größere Summen handelt – stellt man fest, es fehlt eine Kleinigkeit. Beim mir zum vermehrten Male 50 Cent. Beschiss, auf gut deutsch. Einmal habe ich deswegen hinterherermittelt. Der Rentner hatte damals jede Veranwortung von sich gewiesen und an den Parkhausbetreiber als Ansprechpartner vermittelt. Den konnte man nur wieder telefonisch oder per Brief erreichen. Nach zwei Versuchen habe ich es wegen der Kosten abgebrochen.

Da es mir nicht zu ersten Male passiert ist und ich auch aus dem Bekanntenkreis weiß, dass es dort schon ähnlich gelaufen ist, interessiert mich natürlich auch Eure Erfahrung. Wenn man das mal hochrechnet kommt da bei soundsoviel betuppten Leuten eine ganze erkleckliche Summe zusammen, die sich der Betreiber steuerfrei (vermutlich) in die Tasche schiebt, weil er ja keinem das Geld wieder zurückgeben kann. Wie auch?

Das nenne ich Gewinn! Und eine Megafrechheit zugleich. Denn dass dem Automaten gerade jetzt das Wechselgeld ausgeht, kann ich nicht glauben. Habt Ihr etwas dagegen unternommen, wenn ja was und wie war der Erfolg?

… das war der Suchbegriff, der in Google eingegeben wurde und auf meine Seite geführt hat….eek.gif

Ich glaubte, meinen Augen nicht zu trauen, als ich mal wieder meine Statistik durchsah. Anhand der gespeicherten IP konnte ich nachvollziehen, dass es sich um jemanden mit einem Zugang von der Deutsche Telekom AG handelt. Ich landete bei meiner Nachverfolgung bei Google. Die Suchmaschine wirft bei diesem Suchbegriff folgendes aus:

Ergebnisse 271280 von ungefähr 18.800 für 16jährige Mädels oben ohne

Der Typ, oder was auch immer, war bereits auf Seite 28 angelangt, aber ich frage mich nun ganz eindeutig, wieso meine Seite bei diesem Suchbegriff gefunden wurde????? Jedenfalls konnte ich sie dort auf die Schnelle nicht entdecken.

Da kann man ja froh sein, dass da nicht noch nach Jüngeren gesucht wurde. Pfui. Hat wer von Euch auch solche Erfahrungen gemacht?

Muss zugeben, doch etwas erschrocken zu sein….

2006 27 Jun

Identitätsdiebstahl in P2P-Netzen

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Ein PC-Welt Online Artikel.

Die Zahl der Suchanfragen in P2P-Netzwerken nach vertraulichen Informationen hat bereits die in der Suchmaschine von Google überschritten.
Die Sucherfolge seien vor allem dadurch zu erklären, dass viele Nutzer von P2P-Netzen nicht nur einen dedizierten Ordner freigeben, in dem sich nur Musik, Bilder oder Filme befinden. Oft ist einfach der Ordner »Eigene Dateien« freigegeben und eröffnet so aller Welt den Zugriff auf persönliche Daten.

Wer also seine persönlichen Daten unverschlüsselt auf dem Rechner hat und öfters mal sein P2P anschmeisst, sollte doch mal einen Blick in seine dort gemachten Freigaben werfen. Nicht das die Welt schon saugt – nicht seine MP3s, sondern seine Briefe, persönlichen Bilder etc. .

Nun bin ich doch ein wenig enttäuscht. Habe ich doch nach der 2. Halbzeit England-Schweden gedacht, dass die deutsche Elf endlich mal einen Gegner, ein wirklichen Gegner bekommt, aber was war? 2 Tore in der ersten viertel Stunde und ein vergebener Elfmeter der Schweden in der 53. . So wird das nichts, mit dem Gegner werden. Dazu kam auch noch, dass die schwedische Nationalmannschaft den größten Teil des Spieles mit 10 Mann herumbekommen musste.

Schade, so wurde es eher ein einseitiges Fussballfest und unsere Jungs konnten noch nicht zeigen, wie sie auf wirklich starke Mannschaften andere Teilnehmer reagieren.

Nun liegt die Hoffnung auf dem Viertelfinale, in das es hoffentlich auch Argentinien schafft.

2006 22 Jun

RFID-Markierungen auf Levi’s Jeans

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Ein Heise Online Artikel.

Der Jeans-Produzent Levi Strauss hat nach Erkenntnissen amerikanischer Datenschutz-Aktivisten begonnen, seine Erzeugnisse mit Funkchips zu markieren. Zurzeit laufen offenbar Pilotprojekte, in denen der Hersteller sowohl Oberbekleidung als auch Unterwäsche der Marke Dockers mit abtrennbaren RFID-Etiketten an bestimmte Handelspartner ausliefert – mit der Begründung, deren Warenwirtschaft erleichtern zu wollen.

Huch? Ist das wirklich wahr? Natürlich, die Warenwirtschaft, schon klar.

Die Funkausstattung der Markenwaren sollte offenbar ganz unbemerkt über die Bühne gehen, denn weder gab es eine öffentliche Verlautbarung des Herstellers, noch ist die Markierung bisher irgendeinem Levi’s-Endkunden zum Bewusstsein gekommen – ein Indiz dafür, dass die Funkbereitschaft gar nicht kenntlich gemacht wird und demzufolge auch keine Motivation zum Entfernen der drahtlosen Nummernschilder aufkommt.

Das riecht doch zum Himmel. Wieso sollte man, wenn es denn nur der Warenwirtschaft zugute kommen soll, nicht offen und ehrlich gegenüber seiner Kundschaft auftreten? Was verspricht man sich mit dieser Heimlichtuerei?

Diese Privacy-Policy deckt ohne Weiteres auch die denkbare Vorgehensweise, die persönlichen Daten eines Verbrauchers mit den Seriennummern von dessen Jeans anzureichern, die sich später vollautomatisch bei zahllosen RFID-Lesegeräten an Supermarktkassen und Stadionschleusen identifizieren könnten.

Und der konsumgeile Bürger läuft demnächst auf Vorrat vom Staat überwacht mit seiner funkenden Jeans durch die Lande…. was man mit all diesen Daten so alles anfangen könnte….

Zum Anderen taugen RFID-Chips auch, um durch geeignete Datenhaltung die Echtheit der teuer verkauften Markenartikel zu beweisen. Dieser Nutzeffekt tritt allerdings insbesondere dann ein, wenn die Chips unauffällig und unentfernbar in die betreffenden Artikel integriert sind, also auch dann noch funken, wenn der Verbraucher längst kein Interesse mehr an der Überwachung durch seinen Garderobeproduzenten hat.

Nun, das mag ja sein damit die Echtheit beweisen zu können, nur…., wer sagt denn, dass sich diese Etiketten, sind sie denn zahlreich auf dem Markt, nicht auch fälschen lassen?

Mir egal. Seit Levis seine Produktion nach China verlegt hat, sind die Hosen für mich tabu.

2006 22 Jun

Aus die Maus

Filed under: Eigene Projekte | RSS 2.0 | TB | 2 Comments

Heute war ein schwarzer Tag: Die Musikband, für die ich das I-Netprojekt erstellt und gepflegt habe, hat sich aus »musikalischen Gründen« getrennt. Trifft mich natürlich hart, da auch gute Kumpels die Band gegründet haben und man die anderen Mitglieder auch ins Herz geschlossen hat.

Nun ist es vorbei. Nach Konflikten der vergangenen Monate gab es heute eine Aussprache mit der daraus resultierenden Konsequenz. Leider hat man nicht mehr zueinander finden können und ich habe das Gefühl der Hilflosigkeit, da ich gerne geholfen hätte, jedoch die Hoffnung nicht mehr allzu groß gewesen ist.

Nun bin ich gespannt, wie es weiter läuft. Wer nun wo seine neue Heimat findet oder schon gefunden hat.

Was war das denn? Die in den letzten Spielen so gute Mannschaft aus Ecuador bot heute gegen die Deutschen »Tomatenpfosten-Fussball«. Kaum richtige Bewegung und Elan, als ob es sich hier um ein Freundschaftsspiel handelte. Oder man gönnt den Deutschen in ihrem eigenen Land den ersten Tabellenplatz in der Vorrunde. Oder man wollte die Mannschaft schonen…oderoderoder.

Jedenfalls waren das nicht die Gegner, die ich mir erhofft hatte. Die deutsche Elf konnte locker aufspielen, obwohl die Partie mit einem guten Run der Mannschaft aus Ecuador began. Aber ansonsten war kaum Druck auf die Unsrigen zu spüren und somit konnte man sich recht gut entfalten.

Schade. Ein-zwei Gegentore hätten dem Spiel mehr Würze gegeben und unsere Jungs mehr geprüft. Nun geht die deutsche Mannschaft aus einer Vorrunde mit recht schwachen Gegner eventuell mit zu stolz geschwellter Brust in das Achtelfinale. Und sie ist viel gelaufen. Das kann »tödlich« sein.

Bin gespannt. Momentane Favoriten: Spanien und Argentinien.

2006 19 Jun

Polizeifunk nicht abhörsicher

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Ein Fokus-Online Artikel.

Unser sauteures neues Funksystem, welches unsere Ordnungshüter abhörsicher miteinander verbinden soll, ist nun wohl doch nicht mehr so sicher. Digitale Daten sind zwar nicht mit handelsüblichen analogen Scannern abzuhören, und mit einem digitalen Scanner kann man noch lange nicht ein verschlüsseltes Funksystem abhören, aber leistungsfähige Computer mit passender Software können das sehr wohl. Man muss ihnen eben nur einen Empfänger beiseite stellen, das Decodieren übernimmt dann eine Software.

Tetra, so heisst das digitale Funksystem, ist nun so neu nicht mehr. Schon zur WM 2006 sollte es flächendeckend zur Verfügung stehen, doch konnten sich Bund und Länder wohl nicht auf die Verteilung der Kosten einigen, so dass noch einige Jahre bis zur vollständigen Ausstattung ins Land gehen werden. Jahre, in denen die Rechenpower weiter rasant steigen wird und wenn erstmal so ein System installiert ist, wollen es auch Leute hören können – gerade den BOS Funk.

Nun scheint es eine Sicherheitslücke zu geben:

Um Gespräche mitzuhören brauche es nicht mehr als einen herkömmlichen Funkscanner, ein handelsübliches Notebook und Entschlüsselungs-Software, berichtet das Magazin. Bei dem Test des Tetra-Funknetzes in Aachen sei es gelungen, das Netz zu knacken. Ein Beteiligter des Feldtests erklärt allerdings, dass in Aachen auf zusätzliche Verschlüsselung verzichtet worden sei, weil dies bei Funkgeräten unterschiedlicher Hersteller nicht funktioniere. „Dass das Mithören mit so einfachen Mitteln möglich ist, überrascht mich doch sehr“, so der Tetra-Experte von einem der Hersteller.

Von den Sicherheitslücken alarmiert will sich das Innenministerium nicht allein auf die Tetra-Technologe verlassen. „Für den Digitalfunk wird unter anderem eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zum Einsatz kommen, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entwickelt wurde“, sagt eine Sprecherin von Innenminister Wolfgang Schäuble.

Nun, war bei dem Knackversuch die Verschlüsselung noch nicht eingeschaltet, so wird die auf Dauer sicherlich irgendwann geknackt werden können. Proprietäre Systeme, die nur von einzelnen Herstellern entwickelt werden (wie hier das BSI), sind nicht immer die sichersten.

Aber lassen wir uns überraschen.


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