Unsere Jungs und Mädels vom Innenressort wollen dem Bürger gerne die Vorratsdatenspeicherung verkaufen. Nun haben sie wieder einen Grund dafür gefunden, diese zu rechtfertigen:
…Um einer Entdeckung des Mailverkehrs vorzubeugen, setzten die Terroristen auf einen simplen aber effektiven Trick. Anstatt die elektronische Post über das Internet zu versenden, speicherten sie die E-Mails lediglich als Entwürfe in ihrem Mailaccount ab. Jeder der Beteiligten verfügte über die notwendigen Zugangsdaten und konnte so mitlesen, antworten und sich an der Planung der Tat beteiligen. So hinterließen sie keinerlei digitale Spuren, die die Regierung hätte entdecken können.
Ein unglaublich einfacher Trick. Zwar nicht ganz plausibel, da ja doch Datenverkehr anfällt, aber eben einer, den man nicht so akribisch abgehört hat, wie man das sonst mit normalen E-Mails tut.
Kritiker werfen den Behörden jedoch vor, dass auch bei der Erstellung und Speicherung von Entwürfen eine Kommunikation zwischen dem PC und einem Server besteht, die ebenfalls hätte näher untersucht oder abgehört werden können. Laut spanischen Sicherheitsbeamten würden sich islamistische Terrororganisationen die Vorzüge des Internets schon lange zunutze machen. So hätte die Kommunikation via Datennetz eine persönliche Absprache schon fast überflüssig gemacht.
Und das ist wieder ein Bärendienst für die weiter steigende Überwachung. Andersherum auch nicht, denn man hat ja mit bereits vorhandenen Mitteln diese Möglichkeiten ermitteln können. Unter dem Strich werden Terroristen auch weiterhin das Internet nutzen, ob nun mit oder ohne Überwachung.